...und Traumschiff-Kapitän. Foto: picture alliance/dpa/Dirk Bartl - picture alliance/dpa/Dirk Bartling/ZDF

Am Freitag begeisterten Florian Silbereisen und seine Freunde 7500 Besucher in der Schleyerhalle. Im Backstage-Gespräch erzählt der Musiker von seinem stressigen Job als Schlager- und Traumschiff-Kapitän.

Bad CannstattSouverän und mit großem Erfolg hält Florian Silbereisen seinen „Schlager-Dampfer“ seit Jahren auf Kurs. Am Freitagabend hat er wieder einmal mit seiner Crew (u.a. Michelle, Julia Lindholm, Eloy de Jong, Voxxclub und viele mehr) in der Stuttgarter Schleyerhalle angelegt. 7 500 Fans wollten dabei sein. Selbst das größte Kreuzfahrtschiff verfügt noch nicht über solche Kapazitäten. Bombenstimmung bei der Schlagerparty des Jahres, die vorletzte im Rahmen der diesjährigen Tournee, die für Florian mit besonderem Stress verbunden war. Denn seit er auch noch das Traumschiff zu neuen Erfolgen führen soll, war es nicht ganz einfach, beides unter einen Hut zu bringen. Die Tournee auf der einen, die Traumschiff-Dreharbeiten auf der anderen Seite. Das Finale der Tour war am Samstagabend in Oberhausen. Florian erzählt: „Dann geht es für mich kurz nach Hause, nach Passau, schnell den Koffer umpacken, um am nächsten Tag abzudüsen Richtung Kanada, wo MS Amadea auf seinen Traumschiff-Kapitän wartet. Dreharbeiten Teil 2. Den ersten Teil hat Florian schon vor Wochen absolviert in einer Tourneepause. „Das war schon hart,“ berichtet er mir, „ich kam am Morgen mit dem Flieger zurück und musste am Abend wieder auf der Bühne stehen, um mit unseren Fans eine weitere Schlagerparty zu feiern. Ich hatte mit dem Jetlag zu kämpfen, wusste eigentlich gar nicht so richtig, wie und was da abging, aber irgendwie habe ich auch das über die Bühne gebracht.“ Ob er sich da nicht zu viel zumute?, wollte ich wissen. „Irgendwie muss alles gehen, ich lebe auch sehr diszipliniert, trinke keinen Alkohol und wenn ich abends nach der Show ins Bett gehe, ist allenfalls ein alkoholfreies Bier noch drin. Außerdem mache ich viel Sport.“ Florian demonstriert das auch gleich am Freitagabend vor der Schlagerparty des Jahres in der Schleyerhalle. „Bevor ich auf die Bühne gehe, muss ich mich noch ein bisschen quälen, Liegestützen und so.“ Für ihn und seine beiden Klubbb3-Kumpels Christoff und Jan Smit bedeutet jede Show auch noch Überstunden – vor dem eigentlichen Beginn. Denn etwa 100 Fans haben sich sogenannte „Sound-Check-Karten“ gekauft, das heißt, sie genießen ein persönliches Meeting mit den drei Jungs. Wie viele Selfies da gemacht werden, man zählt sie nicht. Und doch bleibt die Frage, was würden die alle ohne Smart- und i-Phones machen. Einfache Lösung: Was früher die Autogramm-Karte war, ist heute das Selfie. Und dann erleben die 100 Fans auch noch einen exklusiven Soundcheck. Florian, Jan und Christoff schmettern „Wir sind Schlager“. Der Tontechniker ist zufrieden, die Besitzer der „Sound-Check-Karten“ ebenso. Florian stärkt sich beim Catering und erzählt ein bisschen vom Traumschiff: „Nette Kollegen, nettes Team, wie es beim Publikum ankommt, wird sich am 2. Weihnachtsfeiertag zeigen. Da läuft die erste Folge mit mir als Kapitän Max Prager.“ Warum er die Rolle überhaupt spielt? „Das war für mich eine Herzensangelegenheit. Mit dem verstorbenen Traumschiff-Erfinder und Produzenten Wolfgang Rademann verband mich eine langjährige Freundschaft. Und vor seinem Tod hat er mir das Versprechen abgenommen, auf das Traumschiff zu gehen. Dieses Versprechen habe ich eingelöst, obwohl die Entscheidung vor dem endgültigen „Ja“ mir eine schlaflose Nacht bereitet hat.“ Der Traumschiff-Kapitän ist nicht seine erste Rolle in einem Fernsehfilm. Bereits 2006 spielte Florian den „König der Herzen“.

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