Fellbach (red) - Die Stadtfinanzen entwickelten sich im vergangenen besser, als bei der Aufstellung des Doppelhaushalts 2016/2017 erwartet. Von „durchaus erfreulichen Zahlen“ sprach Finanzbürgermeister Günter Geyer, als er jetzt dem Gemeinderat das vorläufige Rechnungsergebnis vorstellte.

Die Verbesserungen resultieren vor allem aus Mehreinnahmen bei den Steuern. So nahm die Kappelbergstadt rund 2,9 Millionen Euro mehr aus der Gewerbesteuer ein als veranschlagt. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer fiel um rund 140 000 Euro höher aus. Rund 1,4 Millionen Euro betrugen die Mehreinnahmen bei den Schlüsselzuweisungen. Die Vergnügungssteuer, die zum 1. Juli letzten Jahres erhöht worden war, erbrachte Mehreinnahmen von rund 240 000 Euro, aus Gebühren nahm die Stadt rund 139 000 Euro mehr ein.

Aber auch Wenigerausgaben trugen zur Verbesserung der Finanzsituation bei. So wurden bei den Personalausgaben rund 879 000 Euro gespart. Denn nicht immer können frei werdende Stellen nahtlos wiederbesetzt werden. Insgesamt verbesserte sich der Verwaltungshaushalt der Stadt so um rund 7,4 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt verschlechterte sich dagegen - unter anderem wegen geringen Zuschüssen und durch die notwendige Eigenkapitalausstattung der neu gegründeten Entwicklungsgesellschaft Fellbach - um rund 2,9 Millionen Euro. Für den Gesamthaushalt des Jahres 2016 bedeutet dies eine Verbesserung von rund 4,5 Millionen Euro. Daher konnte auf die geplante Entnahme in Höhe von 4,2 Millionen Euro aus der allgemeinen Rücklage verzichtet werden. Dieser konnten sogar noch rund 344 000 Euro zugeführt werden.

Ende des Jahres 2016 hatte die Stadt Fellbach damit noch rund zwölf Millionen Euro im „Sparstrumpf“, dies entspricht rund 268 Euro je Einwohner. Der Schuldenstand betrug Ende vergangenen Jahres rund 31,8 Millionen Euro - das sind 708 Euro je Einwohner. Davon entfallen allerdings rund 29,1 Millionen Euro auf Darlehen, die für das F.3-Bad aufgenommen und an die Städtische Holding Fellbach GmbH weitergegeben wurden. Ohne diese Darlehen betrug der Schuldenstand zum 31. Dezember 2016 rund 2,7 Millionen Euro oder rund 59 Euro je Einwohner.

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