Am vergangenen Wochenende war es recht ruhig am Feuersee. Foto: Lichtgut/Oliver Willikonsky

Die Stadt verhängt wieder ein Verweilverbot, das in der Nacht zum Sonntag von Mitternacht an greift. Für die Partygänger hat der Ordnungsbürgermeister aber auch eine gute Nachricht.

Stuttgart - Nach stürmischen und kalten Tagen soll es an diesem Wochenende wieder warm und sonnig werden. Damit ist zu erwarten, dass es an den beliebten Treffpunkten in der Stadt wieder hoch hergehen wird, etwa am Feuersee, am Schlossplatz, am Max-Eyth-See und am Marienplatz. Damit die Anwohnerinnen und Anwohner nicht wie an den ­ersten Wochenenden nach dem Ende der Ausgangssperre wieder unter Lärm, Dreck und Müll als unangenehmen Begleiterscheinungen der neuen Ausgehkultur leiden müssen, hat die Stadt entschieden, eine einschneidende Maßnahme vom vergangenen Wochenende erneut vorzunehmen: Feiern geht in Ordnung, aber in bestimmten Grenzen.

Konkret bedeutet dies: Um Mitternacht ist am Marienplatz und am Feuersee in der Nacht zum Sonntag wieder Schluss. Die Stadt verhängt ein Verweilverbot. Die Polizei soll dann die Plätze räumen, falls die Feiernden nicht freiwillig gehen ­wollen.

Am vergangenen Wochenende musste die Polizei nicht einschreiten

Am vergangenen Wochenende war ein Einschreiten nicht notwendig. Die Plätze leerten sich um Mitternacht, die Sperrung hatte sich offenbar herumgesprochen. Auch war es zumindest am Feuersee vergleichsweise ruhig. Nur rund 150 Jugendliche und junge Erwachsene ließen sich dort nieder. Voll war es hingegen am Marienplatz im Süden und am Schlossplatz in der Stadtmitte.

Für die jungen Leute, die die Einschränkung hinnehmen müssen, hat der Ordnungsbürgermeister Clemens Maier (Freie Wähler) auch eine gute Nachricht: Die Stadt will sich bemühen, „kurz- und mittelfristige“ Alternativen für Jugendliche und Feierwillige zu suchen.