In der städtischen Galerie am Marktplatz stellen neun Dozenten der Jugendkunstschule Fellbach ihre Werke aus. Foto: SDMG/Kohls - SDMG/Kohls

Die Dozentenausstellung „bitte danke danke bitte“ ist ein Beitrag zum 30. Geburtstag der Jugendkunstschule Fellbach.

FellbachEinblicke in ihr künstlerisches Schaffen geben derzeit neun Künstlerinnen und Künstler, die seit Jahren und Jahrzehnten die Arbeit an der Jugendkunstschule Fellbach prägen, in der städtischen Galerie am Marktplatz. Die Dozentenausstellung „bitte danke danke bitte“ ist ein Beitrag zum runden Geburtstag der Jugendkunstschule.

Vor 30 Jahren entschloss sich Fellbach, das außerschulische Bildungsangebot zu erweitern, um Kinder und Jugendliche auf jedem Gebiet in ihrer Kreativität zu fördern. Im Rahmen eines Pilotprojektes wurde eine städtische Jugendkunstschule (JKS) eingerichtet – wie in neun weiteren Kommunen des Landes. Zwischenzeitlich gibt es rund 30 solche Jugendkunstschulen – freilich kein Vergleich zu den Musikschulen, deren Zahl sich auf rund 200 beläuft. Aber aus Fellbach ist die Einrichtung längst nicht mehr wegzudenken. „Die Jugendkunstschule ist eine Bereicherung für die Stadt“, betont Kulturamtsleiterin Christa Linsenmaier-Wolf.

Die Schülerzahlen haben sich in den vergangenen Jahren auf einem hohen Niveau stabilisiert. Auch dank vieler neuer Ideen, die Susanne Waiss, seit 2005 JKS-Leiterin, in die Arbeit einbrachte. Die Jugendkunstschule ist wichtiger Partner anderer Einrichtungen und Institutionen wie etwa des Stadtmuseums. Und, so freut sich Christa Linsenmaier-Wolf: „Das Haus brummt auch am Vormittag.“

Denn die Zusammenarbeit mit den Schulen ist ausgeprägt. Etwa durch das Projekt „Wissenskünstler“, das Naturwissenschaften und Kunst verbindet und für alle vierten Grundschulklassen in der Stadt angeboten wird. Rund 4000 kleine Wissenskünstler wurden in den vergangenen Jahren unterrichtet.

Zum ausgezeichneten Ruf der Fellbacher Jugendkunstschule tragen insbesondere auch die Lehrkräfte bei. Allesamt akademisch ausgebildete Künstler, die ihre künstlerischen und handwerklichen Fertigkeiten mit Begeisterung vermitteln. Von der hohen Qualität der eigenen Arbeiten der Künstler Gisela Bohlmann, Stefan Bombaci, Benjamin Bronni, Beatrix Giebel, Thomas Hahn-Klinger, Silvia Hörner, Renate Liebel, Armin Subke und Susanne Waiss kann man sich nun in der städtischen Galerie überzeugen. Unterschiedliche Felder aktueller Kunst sind bei der Schau vertreten und die unterschiedlichsten Techniken – Großplastiken und kleinere figürliche Arbeiten, Malerei in Öl oder in Naturfarben, Aquarelle, Grafiken und Zeichnungen. Der Ausstellungstitel „bitte danke danke bitte“ verweist dabei auf den Prozess des gegenseitigen Gebens und Nehmens zwischen den Künstlern und den Kindern. Denn wenn Kinder Kunst machen, verwandeln sie den Alltag in Poesie, meinte die Kunsthistorikerin Vivien Sigmund, die in die Ausstellung einführte. Und das ist eine Bereicherung. red

Die Ausstellung ist bis zum 8. April in der Galerie der Stadt Fellbach, Marktplatz 4, Dienstag bis Donnerstag von 16 bis 19 Uhr sowie Freitag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

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