Der Steuerzahlerbund prangert einige Projekte aus dem Südwesten an. Foto: dpa/Monika Skolimowska

Mal ist es ein sinnloser Brückenbau, mal ein Informationssystem für Busse, das vieles tun mag, nur eben nicht informieren. Jahr für Jahr kritisiert der Bund der Steuerzahler die Steuerverschwendung. In diesem Jahr macht er da keine Ausnahme.

Stuttgart - Mit mehreren Fällen aus Baden-Württemberg und deutlicher Kritik hat der Steuerzahlerbund in seinem „Schwarzbuch 2020/2021“ auf allzu sorglosen Umgang mit öffentlichem Geld aufmerksam gemacht.

Als Beispiele dienen nach Ansicht des Steuerzahlerbundes unter anderem die Fehlplanung für ein Informationssystem an den Bushaltestellen in Eningen (Landkreis Reutlingen) und ein zu schmaler Radweg in Gottenheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald). Auch ein bislang sinnloser Brückenbau in Ladenburg im Rhein-Neckar-Kreis hat es ins Schwarzbuch geschafft ebenso wie der teure Berblinger Turm in Ulm und die Kostenexplosion für den Bau des Feuerwehrhauses in Weingarten.

Jedes Jahr prangert der Bund der Steuerzahler „öffentliche Verschwendung“ in Bund, Ländern und Kommunen an. Oft geht es dabei um völlig aus dem Ruder gelaufene Kosten, Geld für umstrittene Projekte oder komplette Fehlplanungen. Zuletzt hatte er auch die nach seiner Ansicht „völlig aus dem Ruder gelaufenen Kosten“ für das Nationalparkzentrum Ruhestein im Nationalpark Schwarzwald kritisiert. Im Schwarzbuch findet sich dazu nichts.

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