Auf dem Kunstwerk von Sol LeWitt, unweit der Unglücksstelle, prangt ein Konterfei desMit einem weiß lakierten Ghostbike weist der ADFC auf die besonderen Gefahren am Bahnübergang an der Krankenhaus-Kreuzung bei Ruit hin. Foto: Horst Rudel

Während die SSB einen zusätzliche Schranke für nicht nötig hält, fordert der ADFC nach dem tödlichen Unfall an dem Z-Überweg weitere Maßnahmen.

Ruit - Wie genau sich die Tragödie an jenem 11. August, einem Dienstag, zugetragen hat, wird sich wohl nie rekonstruieren lassen. Vor allem das Warum wird immer im Dunkeln bleiben. Luka L. ist mit seinem Pedelec unterwegs zum Training bei den Stuttgarter Kickers. Kurz vor halb fünf will er den Stadtbahn-Übergang zwischen Ruit und Heumaden queren. Da passiert es: Ein Richtung Ostfildern fahrender Zug erfasst den 16-Jährigen. Rettungskräfte können ihn reanimieren. Ein bisschen Hoffnung für den Jungfußballer, der es mit seinem Talent in die kroatische Jugendnationalmannschaft gebracht hat. Mit einem Hubschrauber wird in eine Klinik geflogen. Doch alle Bemühungen der Ärzte sind vergebens. Tags darauf erliegt er seinen schweren Verletzungen. Offenbar hat Luka die heranfahrende Stadtbahn nicht wahrgenommen. War er zu sehr abgelenkt durch Musik? Nach Ermittlungen der Polizei trug er Ohrhörer. War er durch die tief stehende Sonne geblendet? War er in Gedanken ganz woanders? Alles möglich. Was gleich gemutmaßt wurde, kann laut Polizei, bislang zumindest, ausgeschlossen werden: Die gelben Springlichter haben funktioniert. Es habe kurz zuvor Störungen an der Ampel gegeben, doch die seien wenige Tage vor dem Unfall behoben worden. So viel lasse sich heute schon sagen, obwohl das offizielle Gutachten des von der Staatsanwaltschaft beauftragten Sachverständigen noch nicht vorliege, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen. Ein Fremdverschulden könne bislang ausgeschlossen werden.

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