Wer etwas mehr Kapital für später erübrigen kann, sollte es splitten: den größeren Teil in sicherere Anlagen, und einen geringeren in risikoreichere. Foto: Pixabay/Wilfried Pohnke

Coronakrise, Niedrigzins, eine immer geringer werdende Altersrente: Einerseits erkennen immer mehr Verbraucher die Notwendigkeit, privat mehr zurücklegen zu müssen.

Andererseits sorgen die pandemiebedingten Kursturbulenzen des letzten Jahres sowie die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank EZB dabei für viel Verunsicherung. Dennoch: Wer den einen oder anderen Tipp beherzigt, kann auch jetzt das Fundament für eine erfolgreiche private Altersversorgung legen.

 

Vor dem Ansparen Schulden tilgen

Bevor Sparpläne oder andere Finanzprodukte für die private Altersvorsorge abgeschlossen werden, ist eine Tilgung bestehender finanzieller Verpflichtungen ratsam. Der Grund: Die zu zahlenden Zinsen für Kredite oder Darlehen sind in der Regel höher als die Renditen, die Geldanlagen abwerfen.
Das gilt besonders für den Dispositionskredit oder die Kreditkarte: Für beide sind die Zinsen in der Regel besonders hoch.

 

Je früher, desto besser

Ebenso wichtig ist es, früh mit der privaten Altersvorsorge zu beginnen – darauf weisen die Berater der tecis Finanzdienstleistungen AG hin. Wer bereits in jungen Erwerbsjahren etwas von seinem Netto zurücklegt, hat später umso mehr im Portfolio. Entscheidend ist dabei der Zinseszins-Effekt, bei dem die Zinsen aus dem Ersparten gleich wieder investiert werden. Das führt mittel- und langfristig zu überproportionalen Wertsteigerungen.
Nach Aussage der tecis-Finanzexperten sind Aktien und Investmentfonds zurzeit besonders geeignet, um von diesem Effekt zu profitieren. Entscheidend ist auch der lange Anlagezeitraum: Laut tecis gleicht er Schwankungen auf den Finanzmärkten aus.

 

Sicher oder renditestark?

In der Regel gehen die Berater von Banken oder Finanzdienstleistern von drei Arten von Anlegern aus: den konservativen, aufgeschlosseneren und den risikobereiten. Bevor Verbraucher nun in die eigene private Altersvorsorge investieren, sollten sie in sich gehen und überlegen, welcher Anlagetyp sie sind.  Neben der eigenen Persönlichkeit spielen dabei auch noch andere Faktoren eine Rolle, zum Beispiel das monatliche verfügbare Einkommen. Wer gerade so über die Runden kommt und deshalb nur wenig ansparen kann, sollte von risikoreichen Investments absehen und zunächst in sicherere Anlageformen investieren. Später ist dann eine Justierung des eigenen Portfolios möglich, die auch risikoreichere Anlageformen zulässt.

Wer etwas mehr Kapital für später erübrigen kann, sollte es splitten: den größeren Teil in sicherere Anlagen, und einen geringeren in risikoreichere.

Wenn Verbraucher allerdings durch eine Erbschaft oder einen Lotteriegewinn bereits über ein gewisses Vermögen verfügen, können sie einen größeren Teil davon risikoreich investieren, um mehr Rendite zu erzielen. Der Hintergrund ist hier: Sollte es zu Verlusten kommen, ist das zwar ärgerlich – aber es bleibt selbst in diesem Fall noch genug übrig, um ein gutes Auskommen im Alter zu sichern.

Zu den sicheren Formen der Geldanlagen gehören unter anderem ein Bausparvertrag, das Tages- oder Festgeldkonto und eine Kapitallebensversicherung. Auch Sachwerte wie Gold oder Immobilien zählen dazu, auch wenn es hier zu Wertverlusten kommen kann.

Risikoreiche, aber renditestarke Anlagen sind Aktien, Derivate und Aktienfonds.

 

Das eigene Geld breit gestreut anlegen

Wer sich vor Verlusten bei der privaten Geldanlage schützen will, sollte sein Kapital möglichst breit gefächert anlegen. Der Grund: Kommt es bei einer Anlage zu Verlusten, können Gewinne in einer anderen diese Verluste kompensieren.

Ein gutes Beispiel ist hier der Aktienfonds: Wenn die Akten einiger Unternehmen im Fonds an Wert verlieren, fangen andere mit ihren Gewinnen diese Verluste wieder auf.