Nicolás González von Stuttgart jubelt nach seinem Treffer zum 0:1 gegen Regensburg. Foto: dpa

Langweilig wird es mit dem VfB Stuttgart in dieser Saison nicht. Beim ersten Auswärtssieg in Regensburg dominieren die Schwaben, zeigen aber erneut Schwächen im Torabschluss. Trotzdem übernimmt der VfB vorerst die Tabellenführung.

Regensburg (dpa) Zufrieden war Tim Walter nicht. Dank des 3:2 (1:0)-Erfolgs beim SSV Jahn Regensburg hat der VfB Stuttgart zwar vorerst die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga übernommen. Aber der Trainer bemängelte im Anschluss an den ersten Auswärtssieg in dieser Saison das Offensivspiel seiner Mannschaft. «Ich glaube, dass wir sehr langsam, sehr fahrig gespielt haben nach vorne. Dass wir versuchte haben, mit 80 Prozent zum Erfolg zu kommen, so hat es sich zumindest angefühlt», sagte der 43-Jährige.

Nicolas Gonzalez (24. Minute) hatte den über weite Strecken klar überlegenen VfB in Führung gebracht. Allerdings verpassten es die Gäste, frühzeitig zu erhöhen. So erzielte Max Besuschkow (71.) per Foulelfmeter den zwischenzeitlichen Ausgleich für Regensburg, ehe Holger Badstuber (76.) nach feiner Flanke von Daniel Didavi per Kopf das 2:1 gelang. Kurz vor Schluss erhöhte der eingewechselte Hamadi Al Ghaddioui (90.+2) zum 3:1 - anschließend ließ Walters Team in einer turbulenten Schlussphase noch das 2:3 durch Federico Palacios (90.+3) zu.

«Die Jungs sind selbstkritisch genug, um zu wissen, dass sie es besser können», sagte Walter. Das Hauptproblem der Schwaben bleibt die Konsequenz im Torabschluss. Walter verzichtete auch in Regensburg auf Santiago Ascacibar, der allerdings auch erst am Donnerstag von einer Länderspielreise aus Argentinien zurückgekehrt war. Stattdessen starteten im Mittelfeld Neuzugang Philipp Förster und Orel Mangala, die beide einen starken Eindruck machten.

Die Stuttgarter hatten alles im Griff, auch wenn Routinier Gonzalo Castro und Mittelfeldstratege Atakan Karazor zunächst auf der Bank saßen. Schon im ersten Durchgang hätte Walters Team deutlicher führen können. Gewohnt treffsicher präsentierte sich zunächst nur Gonzalez.

Nachdem ein Schuss von Pascal Stenzel noch von Regensburgs Marco Grüttner abgeblockt worden war, verwertete Gonzalez den Abpraller und schoss den Ball unhaltbar für den ehemaligen VfB-Ersatzkeeper Alexander Meyer ins linke Toreck. Dann aber gab der VfB die Spielkontrolle ab. «Erst wenn jeder an seine Grenzen geht, haben wir die Qualität,Redaktion: Martin Beils (Berlin), +49 30 2852 32231, <beils.martin@dpa.com> das Spiel souverän zu Ende zu bringen», kritisierte Walter.

So vergaben die Jahn-Angreifer Erik Wekesser (56.) und Jann George (61.), ehe Besuschkow nach einem von VfB-Verteidiger Pascal Stenzel verursachten Elfmeter traf. Und dann wurde es turbulent. Erst köpfte Badstuber nach feiner Flanke von Didavi ins Tor, dann erhöhte Al Ghaddioui gegen seinen Ex-Club per Flachschuss - und dann traf noch Palacios zum Endstand.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: