Osman Kavala (64) sitzt inzwischen seit vier Jahren in Haft. Foto: AFP

Der türkische Kulturförderer Osman Kavala bleibt nach einer Entscheidung des Schwurgerichts in Istanbul weiterhin im Gefängnis. Die Justiz verstößt damit gegen europäische Rechtsnormen. Zwischen der Türkei und Europa bahnt sich deshalb die nächste große Krise an.

Istanbul - Bis zum Freitagnachmittag konnte Osman Kavala noch hoffen. Für den türkischen Kulturförderer, der seit vier Jahren ohne Urteil in Haft sitzt, bestand die Aussicht, dass er auf Druck des Europarats freikommen könnte. Immerhin droht die Organisation mit dem Rauswurf der Türkei, wenn Kavala weiter im Gefängnis bleibt. Doch dann demonstrierte die 13. Kammer des Istanbuler Schwurgerichts, wie wenig Europa in der Türkei noch wert ist: Die Richter ordneten die Fortsetzung der Haft für Kavala an. Der 64-Jährige muss sich nun darauf gefasst machen, lebenslang im Gefängnis zu bleiben. Zwischen der Türkei und Europa bahnt sich deshalb die nächste große Krise an, die wohl auch die neue Bundesregierung beschäftigen wird.

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