Wie die Saison für Sven Happek und den Drittliga-Spitzenreiter DJK Sportbund Stuttgart weitergeht, ist noch nicht geklärt. Aber auch in der 3. Bundesliga ist eine Einfachrunde möglich. Foto:  

Im Tischtennis sind bereits Beschlüsse gefasst, wie es mit der Spielzeit weitergehen soll: In diesem Jahr wird nicht mehr gespielt.

Bad Cannstatt - Am heutigen Mittwoch tagt sie wieder, die Ministerpräsidentenkonferenz zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel. Seit Tagen verdichten sich die Anzeichen, der Teil-Lockdown werde wohl in die Verlängerung gehen – voraussichtlich erst mal bis kurz vor Weihnachten. Die Beschränkungen der Politik haben weiterhin Auswirkungen auf das Sportgeschehen, weshalb viele Sportverbände ihr künftiges Handeln in Bezug auf den Ligenbetrieb von den Beschlüssen am heutigen Mittwoch abhängig machen. Beim Tischtennis ist man da schon einen Schritt weiter, hat man bereits am Wochenende den Fahrplan für den Rest der Spielzeit 2020/21 zu folgenden Punkten festgelegt: Wird im Dezember noch gespielt, wann wird der Spielbetrieb wieder aufgenommen und mit welchem System wird die Saison zur Wertung kommen?

Bis Ende des Jahres wird kein Ball mehr über die Platte fliegen, sprich der Mannschafts-Spielbetrieb – Punktspiele und Pokalspiele – ist unterbrochen, heißt es in einer Presseerklärung von Tischtennis Baden-Württemberg (TTBW). Angepeilt wird eine Fortsetzung der Runde im Januar. „Ob das möglich ist, steht in den Sternen“, weiß Thomas Walter, Geschäftsführer des Verbands Tischtennis Baden-Württemberg. Aus diesem Grund hat man – je nach Entwicklung der Corona-Infektionslage – auch den Februar und März für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Betracht gezogen. Gleichwohl ob der Re-Start im Januar, Februar oder März erfolgt, soll die Saison 2020/21 als Einfach-Runde fertig gespielt und gewertet werden. „Wir haben gar nicht mehr so viele Spieltage, um eine Doppel-Runde zu Ende zu spielen“, weiß Thilo Gibs, der verantwortliche Vizepräsident Sport. Dies hänge unter anderem von der unterschiedlichen Anzahl der absolvierten Partien ab. Einige Teams hätten in einer Zwölfer-Spielklasse erst zwei Partien absolviert und so müssten sie noch 20 Begegnungen für eine Saison mit Hin- und Rückrunde bestreiten – bei der aktuell ungewissen Lage unmöglich aus Sicht des TTBW-Präsidiums, weshalb entschieden wurde, nur die noch restlichen Spiele der Hinrunde anzusetzen. Die Entscheidungen gelten für alle Partien der Verbands- und der Bezirksklassen. Für die Baden- und die Württemberg-Ligen sei man noch in Abstimmung, aber mit gleichen Entscheidungen sei zu rechnen, sagt Thomas Walter.

Beschlüsse stehen indes auch noch für die Spielklassen aus, die im Verantwortungsbereich des Deutschen Tischtennis Bundes (DTTB) liegen. Für die Ober- und Regionalliga sei man bereits zu einer Entscheidung gekommen, die gleichbedeutend mit denen von Tischtennis Baden-Württemberg seien, so Walter. Regelungen für die 1. bis zur 3. Bundesliga stehen noch aus, aber auch in diesen Klassen, so Walter, zeichne sich ein ähnlicher Weg ab. Sollte in der 3. Bundesliga die Hinrunde gleichbedeutend mit der Abschlusstabelle sein, könnte der DJK Sportbund Stuttgart, bei dem Thomas Walter auch Mannschaftsführer ist, nach dem Aufstieg mit den Damen und Männern erneut in doppelter „Aufstiegsgefahr“ sein. Die Damen sind mit nur einem Minuspunkt Spitzenreiter, haben noch drei Spiele zu absolvieren, darunter gegen die beiden Letztplatzierten. Die Männer haben alle ihre vier Begegnungen gewonnen und führen die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung an. Bei den fünf ausstehenden Vorrundenpartien geht es unter anderem aber noch gegen die starken Teams aus Kaiserslautern und Hohenstein-Ernstthal.

Der Oberligist TB Untertürkheim hat derzeit 5:3-Punkte auf seinem Konto und ist bei noch sechs ausstehenden Spielen auf einem sehr guten Weg Richtung Klassenerhalt.

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