Enrico Caruso als Herzog von Mantua in Verdis „Rigoletto“ Foto: picture alliance/ / Bianchetti

Vor allem Schallplattenaufnahmen haben den Tenor Enrico Caruso zum berühmtesten Opernsänger aller Zeiten gemacht. Am 2. August jährt sich sein Todestag zum 100. Mal.

Neapel - Nachdem Enrico Caruso am 2. August 1921 im Alter von nur 48 Jahren in Neapel an einer Rippenfellentzündung gestorben war, schlossen sich dort bis zu 100 000 Menschen dem Leichenzug an. Die Straßen waren mit schwarzen Tüchern abgehängt, die Geschäfte geschlossen. Eine (allzu) späte Wiedergutmachung, denn in der Frühzeit seiner Karriere fühlte sich der Tenor in seiner Heimatstadt nie angemessen wertgeschätzt – woraufhin er verschnupft verkündete, in Neapel fortan nur noch zum Nudelessen vorbeischauen zu wollen. Das hat er durchgehalten. Zu seiner Beerdigung aber kamen alle, womöglich auch einige der vielen Frauen, mit denen sich der Sänger zeitlebens vergnügte, als habe er das Motto von Mozarts Don Giovanni verinnerlicht: „Wer nur eine Frau liebt, ist grausam zu den anderen.“

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