Strahlen um die Wette (von links): Sophia Werner, Leonie Ebert, Aliya Dhuique-Hein und Zsófia Posgay. Foto: Michael Kühner - Michael Kühner

Die Fechterin des PSV Stuttgart, Zsófia Posgay, setzt sich mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft im kleinen Finale gegen Italien durch.

VeronaPaukenschlag Nummer zwei von Zsófia Posgay: Nachdem die 19-jährige Florettfechterin des PSV Stuttgart vor knapp einem Monat mit der Deutschen Nationalmannschaft Gold bei der Junioren-EM in Sotschi ergatterte, kehrte sie auch von den Weltmeisterschaften in Verona mit einer Bronzemedaille heim. „Ein großartiger Erfolg, den sich die trainingsfleißige Athletin hart erkämpft hat“, freut sich ihr Heimtrainer Michael Kühner, der sie in Verona unterstützte, über die hervorragende Platzierung.

Vor dem Turnier zählten die Deutschen zwar zum erweiterten Favoritenkreis, jedoch wurden Singapur, Japan, die USA und Italien einen Tick – auch aufgrund der Einzelergebnisse – besser eingeschätzt. „Es hätte alles werden können, auch ein Platz zwischen 8 und 13“, so Kühner. Doch die Setzliste kam dem deutschen Team in der Besetzung Leonie Ebert, Aliya Dhuique-Hein (beide Tauberbischofsheim), Sophia Werner (Berlin) und eben Zsófia Posgay zugute. Im unteren Tableau duellierten sich nämlich Italien, Japan und die USA, eliminierten sich also gegenseitig. Deutschland war im oberen Tableau anzutreffen und bereits in der 32er-Direktausscheidung ließen die vier Mädels keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie wieder ganz vorne mitmischen wollten. Mit 45:5 fegten sie Bulgarien förmlich von der Planche. Im 16er-Tableau hatten sie es gegen starke Ukrainerinnen dann schon schwerer zu kämpfen. Aber auch dieses Match ging mit 45:40 an das deutsche Team. Auch die Ungarinnen konnten im Viertelfinale die furios fechtenden Juniorinnen nicht aufhalten und mussten sich mit 33:45 überraschend klar geschlagen geben. Im Halbfinale wartete die starke Mannschaft aus Singapur. Bis zum Schluss ging es hin und her, keine Mannschaft konnte sich einen entscheidenden Vorteil erarbeiten – letztlich behielt aber Singapur mit 45:43 die Oberhand.

Die Enttäuschung über den knapp verpassten Finaleinzug verflog schnell. Im Duell gegen den Gastgeber und „Serienpodestanwärter der vergangenen Weltmeisterschaften“, so Kühner, „zeigte das Team seine Qualität“. Im Hexenkessel von Verona ließ man sich trotz erneut engem Verlauf nicht aus der Ruhe bringen. Den 45:43-Siegtreffer zur Bronzemedaille setzte letztlich die Vize-Europameisterin Leonie Ebert gegen die Weltranglistenerste Rossini. „Danach gab es kein Halten mehr, die Freude war riesig.“

Zuvor verlief die Einzelkonkurrenz unter 142 Teilnehmerinnen für die Stuttgarterin jedoch ernüchternd. Zunächst gelangen der 19-Jährigen fünf klare Siege und sie zog mit einem Freilos in die 64er-Direktausscheidung ein. Gegen Wong (Singapur) fand sie aber keine Einstellung und verabschiedete sich mit einer 8:15-Niederlage aus dem Turnier. Im Gesamtklassement landete sie auf Rang 37. Doch die anschließende Bronzemedaille ließ das schwächere Abschneiden schnell vergessen.

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