Gegen den Tatverdächtigen wurde eine Woche nach dem Brand in der französischen Kathedrale ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Foto: AFP/SEBASTIEN SALOM-GOMIS

Nach dem Brand in einer französischen Kathedrale sitzt laut Medienberichten ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Das Motiv des Mannes blieb zunächst unklar.

Nantes - Eine Woche nach dem Brand in der Kathedrale der westfranzösischen Stadt Nantes hat die Justiz laut Medienberichten einen Tatverdächtigen in Untersuchungshaft genommen. Wie die Regionalzeitung „Presse Océan“ und andere Medien am Sonntag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichteten, gestand der 39-Jährige in der Nacht vor einem Ermittlungsrichter, drei Feuer in dem Gotteshaus gelegt zu haben. Sein Motiv blieb zunächst unklar. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eröffnet.

Der laut Nachrichtenagentur AFP aus dem ostafrikanischen Land Ruanda stammende Mann war bereits am vergangenen Wochenende - unmittelbar nach dem Feuer in dem Gotteshaus - in Polizeigewahrsam gekommen, dann aber wieder freigelassen worden. Es handelt sich nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft um einen Freiwilligen, der in der Diözese arbeitete. Er war demnach für die Schließung der Kathedrale am Vorabend des Feuers zuständig gewesen.

Der Anwalt des Verdächtigen, Quentin Chabert, bestätigte laut „Presse Océan“, dass sein Mandant mit der Justiz zusammengearbeitet habe. Teile der Kirche waren am Samstag vor einer Woche in Flammen aufgegangen, der Brand zerstörte unter anderem die Hauptorgel. Ermittler hatten mitgeteilt, dass es drei Brandherde gab.

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