Die Stadt hat die Gedenkstätte für die Widerstandsgruppe Schlotterbeck umgestalten lassen. Foto: Mathias Kuhn

Die Stadt hat endlich die Gedenkstätte für die Widerstandsgruppe Schlotterbeck ansehnlich gestalten lassen. Die Luginsländer waren von den Nazis ermordet worden.

Untertürkheim - Jahre lang führte die Gedenkstätte für die Widerstandsgruppe Schlotterbeck eher ein Mauerblümchendasein auf dem Untertürkheimer Friedhof. An einer Ecke oberhalb der Feierhalle liegt ein großer Stein für Hermann Schlotterbeck sowie zehn kleinere für seine MitstreiterInnen. Sie gehörten der Untertürkheimer Widerstandsgruppe Schlotterbeck an, die gegen das Hitler-Unrechtsregime kämpften und für ihre Überzeugung starben. Die Nazis richtete die Familie Schlotterbeck und deren Freunde 1944 in Dachau ohne Gerichtsverhandlung hin. Hermann Schlotterbeck konnte zunächst fliehen, wurde aber bei Riedlingen erschossen und sein Leichnam verscharrt. Sein Bruder Friedrich, der die Naziherrschaft in der Schweiz überlebte, ließ nach Kriegsende die Grabstätte als Mahnmal errichten. Eine – selten in Form geschnittene – Ligusterhecke umrahmt die Grabplatten. Wenig erweckte den Anschein einer Gedenkstätte. Deswegen forderten Historiker und der Bezirksbeirat, dass die Stadt die Ehrengrabstätte sanieren und ansprechender gestalten soll. „Das Garten-, Forst- und Friedhofsamt sagte die Verbesserung der Gedenkstätte mit Hinweisschild den Bezirksbeiräten vor zwei Jahren zu “, so Stadtsprecher Martin Thronberens.

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