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Betreiber von E-Scootern sind auch angetreten, um dem Autoverkehr in Innenstädten den Kampf anzusagen. Momentan sieht es in Baden-Württemberg noch nicht so aus, als ob das gelingen würde.

Stuttgart/Karlsruhe (dpa/lsw)Elektro-Tretroller werden nach Einschätzung der Städte Stuttgart, Heidelberg und Karlsruhe vor allem für Spaßfahrten genutzt. Auswirkungen auf den Autoverkehr habe man noch nicht feststellen können, heißt es aus der Landeshauptstadt sowie aus Karlsruhe. Belastbare Zahlen dazu gebe es aber noch nicht. Die sogenannten E-Scooter ersetzten eher den Fuß- als den Auto- oder Bahnverkehr, teilte die Stadt Heidelberg mit.

«In so kurzer Zeit kann man nicht die Verkehrswende herbeiführen», sagte Bodo von Braunmühl vom Anbieter Tier. Er verweist auf eine Studie aus San Francisco, nach der fünf Prozent der E-Scooter-Fahrer sonst das eigene Auto und 36 Prozent eine motorisierte Mitfahrgelegenheit wie «Uber» genutzt hätten. Durchschnittlich 2,4 Kilometer würden mit Tier-Scootern zurückgelegt. Es sei daher unwahrscheinlich, dass E-Scooter vor allem Fußwege ersetzten. «Diese Strecke ist zu lang, um mal eben abgelaufen zu werden», sagte von Braunmühl.

Der Betreiber Lime verweist auf die Situation in Paris, wo das Unternehmen seit Juni 2018 aktiv sei. Dort hätten E-Scooter zehn Prozent aller Fahrten mit umweltschädigenden Fahrzeugen wie Privatautos, Rollern, Taxen oder Motorrädern ersetzt.

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