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Es soll nun in Stuttgart eigene Ladestationen für Taxis geben. Deren Fahrer sind aber nicht so begeistert, wie von der Stadt erhofft.

Stuttgart (dpa/lsw)An der ersten eigenen Schnellladestation für elektrische Autos sollen Stuttgarter Taxifahrer künftig ihre umweltfreundlicheren Wagen auftanken können. Die Station wird am Dienstag (13.00 Uhr) gemeinsam von der Stadt und der Stadtwerke-Tochter Energiedienste der Landeshauptstadt Stuttgart (EDS) in Betrieb genommen. In den kommenden Wochen sollen zwei weitere Schnellladepunkte an weiteren Standorten ans Netz gehen. Die Stationen seien Teil des «E-Taxi-Aktionsplans» der Stadt, wie es dazu im Rathaus hieß. Mit dem Angebot solle den Taxiunternehmen der Umstieg auf Elektromobilität erleichtert werden.

In Stuttgart gibt es zwar bereits zahlreiche Ladestationen, darunter auch vier Schnelllader. Das Netz soll im Stadtgebiet in den kommenden drei Jahren weiter verdichtet werden. Bis 2021 sollen es 500 Stück sein, dazu 20 Schnelllader. Eigene Schnellladestationen für Taxis sind allerdings neu.

An eine Schnellladestation werden höhere Bedingungen geknüpft als an die normalen Ladesäulen, insbesondere an die verfügbare Kapazität im Stromnetz und die Entfernung zum nächsten Knotenpunkt im Verteilnetz. Auch sind sie größer als die eher schlanken Normalladesäulen.

Taxifahrer reagieren allerdings zurückhalten auf die Ankündigung: «Es gibt mittlerweile einige E-Taxi-Fahrer, aber die Zahl ist minimal und es stellt sich die Frage, ob solche Stationen da sinnvoll sind», sagte der Vorsitzende des Taxiverbandes Baden-Württemberg, Thomas Laschuk. Seines Wissens gebe es in Karlsruhe derzeit lediglich zwei E-Taxis. Die Technik biete sich für Taxifahrer noch nicht an, weil sie nicht flexibel für längere Fahrten sei. Außerdem müsste ein System für Schnelllader theoretisch an jedem Taxi-Standort installiert werden, um nutzbar zu sein.

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