Bald startet wieder die Heuschnupfen-Saison und Allergiker sollten bestens gerüstet sein. Foto: unsplash.com, Lukasz Szmigiel

Wenn es draußen wieder wärmer wird und die Natur so langsam aufblüht, geht leider auch die Heuschnupfen-Saison wieder los. Allerdings müssen Allergiker nicht kampflos dem Frühling entgegentreten.

Fast 15 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung leidet unter der alljährlichen Pollenqual. Die oft so harmlosen Pflanzenpollen werden zu einem ernsten Problem, denn das Immunsystem sieht bestimmte enthaltene Stoffe als Fremdkörper an und versucht dagegen anzukämpfen. Die Folge ist der allseits verhasste Heuschnupfen. Die Symptome sind ähnlich einer Grippe, denn neben Schnupfen treten häufig Gliederschmerzen und Müdigkeit mit auf. Deshalb gilt es für Allergiker, so gut es geht, gegen die Pollen anzugehen.

Abwehrkräfte stärken

Wie bereits erwähnt, ist der Heuschnupfen eine Reaktion des Immunsystems auf die Pollen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass der Körper und die Abwehrkräfte möglichst stark sind, um der Allergie entgegenzutreten. Das geht unter anderem mit gesunder Ernährung. Dazu gehören viel Obst und Gemüse und Vollkornprodukte. Milch und Eier dürfen ebenfalls auf den Teller kommen. Fleisch sollte nur ausnahmsweise serviert werden.

Bei Symptomen von Heuschnupfen lässt sich zudem mit CBD entgegen wirken. Das Cannabinoid, das beispielsweise in Öl-Form verabreicht wird, kann dabei helfen, die Symptome abzuschwächen und auf diese Weise die Abwehrkräfte zu entlasten. CBD-Öl mit 20 Prozent des Stoffes ist unter anderem online erhältlich.

Neben gesunder Ernährung ist vor allem Sport wichtig, um den Körper zu stärken. Ein erholsamer Schlaf dient der Regeneration des Körpers und ist ebenfalls essenziell für die Abwehrkräfte.

Pollen aus der Wohnung halten

Wenn die Pollen schon draußen unumgänglich sind, dann sollten sie wenigstens nicht den Weg in die Wohnung finden. Dazu sollten die Fenster mit speziellen Pollenschutzgittern ausgestattet werden. Sie halten die kleinen Partikel einfach draußen beim Lüften. Neben einem Schutzgitter ist der richtige Zeitpunkt für das Lüften wichtig.

Es sollte eine Zeit sein, zu der möglichst wenige Pollen draußen durch die Luft fliegen, um die Belastung in der Wohnung gering zu halten. In der Stadt sollte idealerweise dann gelüftet werden, wenn wenig Verkehr herrscht. Die Autos wirbeln die Pollen nämlich auf. Wer auf dem Land wohnt, sollte lieber abends durchlüften. Da tagsüber und am frühen Morgen die Belastung draußen am größten ist.

Zusätzlich können spezielle Luftreiniger die Situation erleichtern. Diese Geräte filtern einen Großteil der Pollen aus der Raumluft und können auf diese Weise die Beschwerden etwas lindern.

Kleidung vor dem Schlafzimmer wechseln

Damit keine Pollen ins Schlafzimmer kommen, sollte die Alltagskleidung vor dem Betreten des Raums abgelegt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Pollen in der Nacht durch das Zimmer fliegen und den Schlaf stören. Es haftet nämlich meist noch eine Menge Blütenstaub an der Kleidung, was zu nächtlichem Niesen oder Husten führen könnte.  Am besten bleibt die Tür zum Schlafzimmer, soweit es geht, geschlossen.

Abends duschen und Haare waschen

Damit die Nachtruhe noch besser gewährleistet ist, empfiehlt es sich am Abend zu duschen und die Haare zu waschen. So werden die Pollen, die sich tagsüber am Körper festgesetzt haben, einfach weggespült. Allerdings ist es wichtig, nicht mit nassen Haaren ins Bett zu gehen, vor allem für Hausstauballergiker. Milben lieben nämlich so eine Feuchtigkeit, besonders wenn sie sich vermehren möchten. Außerdem übertragen sie Krankheiten, wie beispielsweise die Krätze.

Nicht nur der Körper sollte sauber gehalten werden, sondern auch die komplette Wohnung. Regelmäßige Putzaktionen können die Pollen innerhalb der Wohnung ebenfalls reduzieren. In der Hochsaison im Frühjahr kann es nicht schaden, sogar täglich zu putzen.

Urlaub in den Bergen oder am Meer

Wer es mit den Pollen nicht mehr aushält, sollte sich eine Pause davon gönnen. Nicht überall ist der Blütenstaub so aktiv. Abhilfe schaffen Spaziergänge in den Bergen oder am Meer. An der Küste bläst der Wind vom Meer aus und Allergiker können pollenfrei durchatmen. Eine Empfehlung: die Luft auf Helgoland ist nahezu pollenfrei und sehr reich an Sauerstoff.

Ein Trip in die Berge kann sich ebenfalls lohnen. Ab einer Höhe von etwa 1.600 Metern herrschen die besten Bedingungen für Allergiker. So wird der Heuschnupfen einfach „wegentspannt“.

Es müssen aber nicht die Berge oder das Meer sein, um ohne Symptome von Heuschnupfen einen Fuß vor die Tür setzen zu können. Manche Aktivitäten müssten einfach nur auf Regentage verlegt werden. Regen wirkt wie ein natürlicher Pollenfilter.

Nasendusche für zwischendurch

Wem die Dusche von draußen noch nicht reicht, kann seine Nase hin und wieder mit einer Nasendusche kräftig durchspülen. Damit wird die Schleimhaut gereinigt und Pollen weitestgehend entfernt. Am besten erfolgt die Anwendung morgens und abends.

Sonnenbrille als Augenschutz

Pollen gelangen nicht nur über die Schleimhäute in unseren Körper. Auch in den Augen können sie allergische Reaktionen hervorrufen, wie beispielsweise Tränen und Jucken. Hier schützen Sonnenbrillen. Sie schirmen die Augen nicht nur vor schädlichen UV-Strahlen ab, sondern auch vor Blütenstaub.

Natürlich gibt es noch viele weitere Methoden, um gegen den Heuschnupfen anzugehen, beispielsweise medikamentös oder mit einer Hyposensibilisierung. Allerdings handelt es sich dabei meist um drastischere Maßnahmen. Im Prinzip muss es jedoch jeder Allergiker für sich selbst entscheiden, welchen Ansatz er wählt. Vielleicht ist ja sogar eine Kombination aus mehreren Maßnahmen sinnvoll.

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