Helmut Zierl ist mit „Tod eines Handlungsreisenden“ wieder zu Gast in Fellbach. Foto: Tom Philippi Quelle: Unbekannt

Fellbach (red) - Vorhang auf, Bühne frei! Die Spielzeit 2017/18 in der Schwabenlandhalle beginnt zwar erst Ende September, aber die Neueinzeichnung für Abonnements ist ab sofort möglich. Der neue Theaterspielplan verheißt ungewöhnliche und spannende Aufführungen, denen bekannte Schauspieler und Ensembles Profil verleihen.

Dabei sein lohnt sich, denn das Programm bietet alles, was das Theaterherz begehrt: Klassiker in frischen, zeitgemäßen Inszenierungen, Gegenwartsstücke, die gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen, und intelligente Komödien mit Ironie und tieferer Bedeutung. Auch musikalische Höhepunkte und tänzerische Glanzlichter stehen auf dem Programm. In der großen gemischten Miete A/B gestalten die junge Weltklasse-Geigerin Tianwa Yang und die Württembergische Philharmonie Reutlingen einen klingenden Auftakt der neuen Spielzeit (25./26. September).

Die Sprechstücke der A/B-Miete, die zugleich die eigenständige C/D-Miete bilden, bieten Unterhaltsames auf hohem Niveau - von Oliver Storz’ liebevollbissiger Schwabensatire „Der Sheriff von Linsenbach“ mit TV-Moderator Wieland Backes (23./24. Oktober) bis zu William Shakespeares Komödienklassiker „Ein Sommernachtstraum“ /19./20. März). Ein Wiedersehen gibt es mit zwei Publikumslieblingen: Helmut Zierl in Arthur Millers Gesellschaftsdrama „Tod eines Handlungsreisenden“ (20./21. November) und Michaela May in Daniel Glattauers Beziehungskomödie „Die Wunderübung“ (26./ 27. Februar). Die Bühnenadaption des französischen Erfolgsfilms „Monsieur Claude und seine Töchter“ rundet die Reihe ab (16./17. April).

Zum Auftakt der reinen Schauspiel-Miete S zeichnen das Theater Lindenhof, Melchingen, und der Tübinger Chor Semiseria mit „We shall overcome - Pete Seeger“ das musikalische Porträt einer außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeit (29. September). Für Adventsstimmung sorgen die „Tatort“-Kommissare Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl mit einer gefeierten Bühnenversion von Charles Dickens’ „Weihnachtsgeschichte“ (3. Dezember). In die NS-Zeit führt Carl Zuckmayers packendes Politstück „Des Teufels General“ (25. Januar) mit Gerd Silberbauer in der Hauptrolle, ins Amerika der Weltwirtschaftskrise Tennessee Williams’ Familiendrama „Die Glasmenagerie“ in der Regie von Katharina Thalbach (2. März). Die Reihe beschließt das Landestheater Tübingen mit Lutz Hübners BaugemeinschaftsKomödie „Richtfest“ (13. April).

Für einen prickelnd-beschwingten Start ins neue Jahr sorgt das Thalia Theater Wien mit Johann Strauß’ unvergänglicher Operette „Die Fledermaus“ (8./9. Januar). Tanzfreunde dürfen sich auf eine opulente Inszenierung von Peter Tschaikowskys zauberhaftem Ballettmärchen „Dornröschen“ mit großem Orchester freuen /11./12. Dezember) - und auf den Ballettabend der Akademie des Tanzes Mannheim unter Leitung der ehemaligen Stuttgarter Primaballerina Birgit Keil (7./8. Mai).

„So abwechslungsreich wie unser Programm, so bunt gemischt ist auch unser Publikum“, freut sich Fellbachs Kulturamtsleiterin Christa Linsenmaier-Wolf über den Erfolg der Reihe. Und das sei auch gut so. „Wir wollen Ältere ebenso ansprechen wie jüngeres Publikum, Schauspielfreunde ebenso wie Musikliebhaber und Besucher, die auf der Bühne die künstlerische Auseinandersetzung mit aktuellen Themen erwarten oder nach einem anstrengenden Arbeitstag einfach nur gut unterhalten sein wollen.“

Die Abonnement-Einzeichnung ist möglich beim i-Punkt Fellbach, Telefonnummer (07 11) 58 00 58, Montag bis Mittwoch sowie Freitag von 9.30 bis 18.30 Uhr, Donnerstag von 9.30 bis 19 Uhr und Samstag von 9.30 bis 14 Uhr.

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