Die Vereinsvorsitzenden Jochen Renner (SVG) Rainer Gardyan (Spvgg Ost) und FV-Chef Carsten Slemer (FV 1896) unterzeichnen im Beisein von Dominik Hermet vom Sportkreis Stuttgart, Michael Dalaker (SVG), Ute Mowlai (Spvgg Ost), Uwe Lutz (FV 1896) und Horst Jesinger vom Amt für Sport und Bewegung die Kooperationsvereinbarung (jeweils von links). Foto: Steegmüller - Steegmüller

Die Jugend des SV Gablenberg, der Spvgg Ost und des 1. FV Stuttgart 1896 gehen ab der kommenden Saison gemeinsam auf Punktejagd. Noch steht der Name des neuen Vereins nicht fest.

Stuttgart-OstIn den vergangenen Jahren ist auf der Waldebene Ost immer wieder über den Zusammenschluss der Spvgg Ost, des SV Gablenberg und des 1. FV Stuttgart 1896 diskutiert worden. Am Donnerstagabend wurde ein großer Schritt in diese Richtung unternommen. Die ersten und zweiten Vorsitzenden der drei Klubs unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung. Sie besagt, dass ab Sommer 2019 die Jugend-Fußballmannschaften der drei Vereine zusammengeschlossen und unter einem eigenen Namen gemeinsam an den Start gehen werden.

Auf eine Bezeichnung hat man sich bislang noch nicht festgelegt. „Waldebene“ solle auf jeden Fall in irgendeiner Form aufgenommen werden, so die Meinung der Vereinsverantwortlichen. Horst Jesinger vom Amt für Sport und Bewegung schlägt indes einen Ideenwettbewerb vor. „Beispielsweise in Form von einer Online-Umfrage.“ Er begrüßte den Zusammenschluss im SVG-Vereinsheim ausdrücklich. „Er ist nicht nur für die Vereine gut, sondern für den gesamten Stadtbezirk.“ Dadurch könne man die Jugendarbeit auch für die Zukunft sichern. „Ich bin überzeugt, dass wir hier auf einem guten Weg sind.“ Zugleich stellte er dem Projekt nicht nur die ideelle, sondern auch finanzielle Unterstützung der Stadt in Aussicht. „Das ist im Rahmen der Sportförderrichtlinien möglich.“

Selbst über angestelltes Personal sei nachzudenken, fügte Dominik Hermet, Geschäftsführer des Sportkreises Stuttgart, hinzu. Er sprach von einem „historischen Ereignis“, das nicht aus der Not herausgeboren sei. „Aber so wie sich die Gesellschaft verändert, verändert sich auch der Sport.“ Durch die Kooperation könne man die Stärken – drei Kunstrasenplätze und ein Rasen stehen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Verfügung – optimal nutzen und selbstbewusst nach vorne schauen. Er empfiehlt, mindestens je eine Person der drei Klubs im neuen Vorstand zu verankern. „So können die Interessen der Vereine auch gewahrt werden.“ Langfristig sei auch denkbar, dass die Vereine komplett zusammengelegt werden. Ebenso, dass Nachbarn wie der TB Gaisburg und der SV Özvatan noch ins Boot geholt werden. „Jetzt ist der Aufhänger der Jugendfußball, alles weitere ist offen.“

Und was sagen die Verantwortlichen der drei Vereine? „Es ist ein bedeutender Tag für die Vereine der Waldebene Ost“, sagt Rainer Gardyan, Vorsitzender der Spvgg Ost. „In Zeiten, in denen sich Institutionen schwertun, Entscheidungen zu treffen, haben wir es geschafft.“ Wichtig sei, dass die Kooperation nicht dem Sachzwang unterliege, sondern dem Sportgeist mit dem Ziel für bessere Leistungen. „Sie ist ein Vorbild für andere Vereine.“ SVG-Chef Jochen Renner freut sich indes auf die „gelb-lila-grüne Zukunft, die uns sportlich weiterbringt“. Die Kooperation müsse noch wachsen, „ich sehe aber eine große Chance“. Auch der Vorsitzende des 1. FV 1896 Stuttgart, Carsten Slemer, hofft, dass das Beste dabei herauskommt, wenn „wir jetzt neue Wege einschlagen“. Sein Stellvertreter Uwe Lutz ist indes euphorischer: „Vier Fußballplätze in unmittelbarer Nachbarschaft, das hat nicht einmal der MTV Stuttgart.“ Auch bei der SportKultur seien die Anlagen weit auseinander. „Vielleicht haben wir eines Tages die größte Fußballjugend in der Landeshauptstadt.“

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