Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja spricht vor den EU-Außenministern über die Menschenrechtslage in ihrer Heimat Belarus. Foto: dpa/Francisco Seco

In der Belaruskrise steckt die EU in der Zwickmühle. Trotzdem sollte sie offensiver agieren“, kommentiert unser Osteuropa-Experte Ulrich Krökel.

Brüssel - Wie man es macht, man macht es falsch. Das alte Sprichwort beschreibt sehr gut den geringen Handlungsspielraum der EU in der Belarus-Krise. Diktator Alexander Lukaschenko hat der Demokratiebewegung von Anfang an vorgeworfen, sie betreibe das Geschäft des Westens. Das ist zwar Unsinn. Bei den Protestmärschen sind weder EU-Fahnen zu sehen noch prowestliche Parolen zu hören. Dennoch schlachtet Lukaschenko jede Brüsseler „Einmischung“ propagandistisch aus. Schlimmer noch: Je aktiver die EU ist, desto stärker wird auch die Unterstützung Moskaus für das Regime Minsk. Denn das größte Schreckensszenario für Kremlchef Wladimir Putin wäre ein Sturz Lukaschenkos unter westlichem Druck. Zu beobachten war das an diesem Montag, als Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja zu einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel eingeladen war. Minsk und Moskau reagierten schon im Vorfeld mit scharfen Attacken.

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