Das Luftbild aus dem Stadtarchiv Göppingen zeigt den Müllplatz zwischen Lerchenberg und Hohrein im Jahr 1972. Damals wurde der gesamte Göppinger Abfall hier wahllos in die Talsenke gekippt. Foto: /Stadtarchiv Göppingen

Akribische Mülltrennung ist heute unumgänglich. Noch vor gut 40 Jahren war das kein Thema, wie ein Blick auf die ehemalige Deponie bei Lerchenberg zeigt, in der alles auf Nimmerwiedersehen verschwand.

Grüne Wiese, ein Wäldchen spendet Schatten, breite Wege ziehen sich den Hang hinauf durch die malerische Landschaft unterhalb des Hohenstaufen. Wer als Spaziergänger abseits der Straße von Lerchenberg nach Hohrein unterwegs ist, ahnt wohl meist nicht, was dicht unter seinen Schuhen schlummert. Denn hier war noch vor 40 Jahren ein Müllplatz, auf dem über ein Jahrzehnt lang der gesamte Abfall der Kreisstadt mit ihren 60 000 Einwohnern abgekippt wurde. Es war die Steinzeit der Müllentsorgung. Das Bewusstsein für Wiederverwertung steckte in den Kinderschuhen. Alles, was die Göppinger – oder die hier angesiedelte Industrie – in den Jahren von 1964 bis 1975 loswerden wollten, landete hier abseits der Stadt in der Senke. Aus den Augen, aus dem Sinn.

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