Beim SV Gablenberg wurde das Team stark verjüngt. Marko Meschitschek (rechts) war in der Vorsaison schon dabei und möchte mit dem SVG in der oberen Tabellenhälfte landen. Foto: Pixelfrog - Pixelfrog

Von Torsten Streib

In der Staffel 2 ist beim SVG der Jugendwahn ausgebrochen. Neun Spieler aus der erfolgreichen U 19 sind zum Kader der Ersten gestoßen – nicht ohne Grund. „Der Verein geht neue Wege, möchte die Früchte seiner guten Jugendarbeit ernten und setzt auf den Nachwuchs“, sagt der neue Coach Marc Molinus, der zusammen mit Thomas Christ (auch Spieler) nun das Team trainiert und das Gespann Daniel Weiss/Matthias Summer (beide Spieler ASV Botnang II) abgelöst hat. Das Duo wurde nicht grundlos verpflichtet. Molinus trainierte in den vergangenen zehn Jahren U-19-Teams, zuletzt beim TSV Heimerdingen, und als Doppelfunktion nun auch noch die SVG-U-19. Christ war bislang sein Vorgänger als A-Jugend-Coach. Die Aufgabe sei sicherlich nicht einfach, aber reizvoll, weiß Molinus. Man würde von den jungen Spielern nicht gleich Wunderdinge erwarten, ihnen Zeit lassen und auch Fehler zugestehen. Gleiches gelte auch für den Großteil der sieben weiteren Neuzugänge, die ebenfalls noch sehr jung seien. „Viele davon habe ich in der Jugend trainiert, kenne ihre Fähigkeiten.“ Eines der Gablenberger Ziele ist natürlich die zeitnahe Integration der Talente. Jedoch wolle man mit gepflegtem, ansehnlichem Offensivfußball etwa auf Platz 8 landen, so der 33-jährige, neue Coach. Sicherlich nicht utopisch, denn der Großteil des Vorjahresteams ist geblieben. „Wichtig ist, dass wir erfahrene Akteure auf Schlüsselpositionen haben, die die vielen jungen Spieler führen sollen und können.“ Dazu zählt der Coach „Torhüter Mohamed Ghazi, Abwehrspieler und Kapitän Stefan Götz, Mittelfeldmann Maurizio Vetrano sowie Thomas Christ“. Trainer Kollege Christ soll nun ein Stück weiter nach vorne rutschen und „im Sturm für die gefährlichen Momente sorgen“. So stehen auf dem Papier 30 Spieler. Ganz schön viele für eine Mannschaft. „Kein Problem“, glaubt Molinus, „im Oktober verkleinert sich der Kader von selbst. Da gehen einige außerhalb Stuttgarts studieren.“
Wer nun von den jungen Wilden bereits in der Anfangsformation steht, zeigt sich am Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel gegen Omonia Vaihingen

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: