Die Gäubahn durch Stuttgart ist von 2025 an Geschichte. Sie soll künftig über den Flughafen fahren. Strittig ist, auf welchem Weg sie dorthin kommt. Foto: dpa/Franziska Kraufmann

Bahn und Bund wollen bis 2030 die Zahl der Bahnreisenden verdoppeln. Dazu braucht es neue Strecken, in Stuttgart vor allem in Tunneln. Dazu gibt es eine Kostenprognose.

Stuttgart - Mit dem Deutschlandtakt wollen Bundesregierung und Bahn durch passende Schienenverbindungen im 30- bis 60-Minutentakt die Fahrgastzahl bis 2030 verdoppeln. Dazu sind zahlreiche Aus- und Neubauten vor allem auf Hauptstrecken nötig, auch in und um Stuttgart. Wesentlich sind zwei Tunnelabschnitte: Der Gäubahntunnel von Böblingen zum Landesflughafen, für den der Berliner Verkehrsstaatssekretär Steffen Bilger (CDU) im März 2021 die Nutzen-Kosten-Berechnung vorstellte. Die beiden parallelen Röhren, die die Fahrzeit um 3,5 Minuten (zwischen Flughafen und Böblingen im Vergleich zur bisherigen Planung) verkürzen sollen, sind mit 976 Millionen Euro veranschlagt. Alle Ausbauten auf der Stecke nach Singen zusammengefasst, summieren sich auf 2,1 Milliarden Euro und brächten eine Beschleunigung um 20 Minuten – um den Preis, Böblingen und den Hauptbahnhof in Singen nicht mehr anzufahren, wogegen sich massiver Protest erhebt. Der Ausbau der Gäubahn ist im Bundesverkehrswegeplan bereits vorgesehen, dort sind aber bisher nur 551,3 Millionen Euro dafür eingeplant.

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