Der Kanute Ronald Rauhe trägt die deutsche Fahne bei der Abschlussfeier in Tokio. Foto: dpa/Marijan Murat

Seit der Wiedervereinigung fiel die olympische Bilanz der Deutschen nie dürftiger aus als jetzt. Hierzulande stellt man fest: Helden zu formen kostet Geld.

Tokio - Die Olympischen Spiele in Tokio sind vorbei, die Diskussionen im deutschen Sport nicht. Auch wegen Neeraj Chopra. Der Mann ist ein indischer Weltklasse-Speerwerfer und seit Samstag Olympiasieger – das auch, weil der klare Favorit Johannes Vetter ein sportliches Desaster erlebte und nur Neunter wurde. Das brachte Chopra (23) Gold und einen Haufen Geld. Die indische Regierung und private Unternehmen kündigten an, den Leichtathletik-Helden mit Prämien im Wert von rund 1,7 Millionen Euro zu belohnen, zusätzlich zu den 85 000 Euro, die Indiens Olympia-Komitee ausgesetzt hat. An solche Summen braucht in Deutschland kein Ringer, Ruderer oder Kanute zu denken. Aber auch kein Leichtathlet oder Turner. Ihnen geht es um andere Fragen: Wie viel ist Deutschland der sportliche Erfolg wert? Und wie viel Wertschätzung erfahren erfolgreiche Sportler? Noch gibt es keine befriedigenden Antworten.

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