Obwohl er beim 6:0 gegen die Slowakei nicht dabei war, war er Thema: Der nicht nominierte Angelo Stiller. Nach dem Spiel äußerte sich Julian Nagelsmann erneut zu dem VfB-Star.
Sein Konterfei hing groß in der Leipziger Arena – und das, obwohl er gar nicht dabei war. Angelo Stiller war auch beim 6:0 der deutschen Nationalmannschaft gegen die Slowakei und der damit verbundenen Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Amerika nur heimischer Beobachter vom Sofa aus. Dennoch war der Mittelfeldstratege des VfB Stuttgart auch am späten Montagabend noch einmal Thema.
„Ein toller Spieler, der in Stuttgart eine tragende Rolle spielt“
Im ZDF angesprochen auf dessen Nicht-Berücksichtigung machte Bundestrainer Julian Nagelsmann dem 24-Jährigen erneut Hoffnung, im kommenden Jahr in Amerika dabei zu sein. „Er macht sich berechtigte Hoffnungen auf die WM“, sagte Nagelsmann. „Aber ich habe mich jetzt noch nicht entschieden, wer im Kader ist. Für Angelo ist die Tür garantiert nicht zu. Er ist ein toller Spieler, der in Stuttgart eine tragende Rolle spielt.“
Der Mittelfeldspieler wird es zu Hause sicher gerne gehört haben. Der Bundestrainer sagte aber auch: „Wir müssen auch über die sprechen, die dabei waren.“ Über Stillers Konkurrenten im defensiven Mittelfeld, Felix Nmecha vom kommenden VfB-Gegner Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr) sowie Aleksandar Pavlovic vom FC Bayern München. Nmecha habe das sehr gut gemacht, äußerte der Bundestrainer. „Und Pavlovic auch.“
Bei der WM sind 23 Feldspieler erlaubt
Am Ende sei es immer eine „Leistungskultur“, ergänzte der 38-Jährige. Stiller spiele bislang eine „ordentliche Saison“ und er könne seinen Unmut über die Nicht-Berücksichtigung nachvollziehen. Doch noch ist es ja ein gutes halbes Jahr hin bis zum Turnier in den USA, Mexiko und Kanada. Wo bis zu 23 Feldspieler im Kader erlaubt sind. Was wiederum Stillers Chance erhöhen dürfte, am Ende tatsächlich einen der begehrten Plätze zu ergattern.