Der Grafiker Andreas Nießen im Selbstporträt Foto: Andreas Möller

Ein Künstler kämpft um seine Existenz – erst in der NS-Diktatur, dann in der DDR. Sein Enkel Andreas Möller begibt sich Jahre später auf Spurensuche. Heraus kommt ein spannendes Buch.

Es ist ebenso naheliegend wie bei Gelingen lehrreich, das Leben nachzuerzählen von Menschen, die in tragischer, heldenhafter oder verbrecherischer Art an den Geschehnissen ihrer Zeit beteiligt oder in sie verstrickt waren. Was aber tun mit den vielen Millionen Leben, die „zu unbedeutend für das Leben der Geschichte“ waren „und doch eng verflochten mit dem Geschehen jenes bewegten Jahrhunderts“? Der Autor Andreas Möller hat sich eines solchen Lebens angenommen – der Biografie seines 1996 verstorbenen Großvaters Andreas Nießen, der sich als Grafiker und Bürger in seinem Leben mit gleich zwei Diktaturen arrangieren musste. Hat er diese Prüfungen bestanden? Oder ist er als Mensch gescheitert? Die Antwort darauf könnte als Beispiel nicht nur den Enkel Jahrzehnte später interessieren.

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