Foto: Michaele Krenn/PräventSozial/dpa - Michaele Krenn/PräventSozial/dpa

Opfer haben Anspruch auf professionelle Begleitung und Betreuung während Strafverfahren. In Stuttgart kann sie außerdem Hund Watson begleiten - er ist ein Pionier.

Stuttgart (dpa/lsw)Der speziell ausgebildete Therapiehund Watson begleitet Opfer zu ihren Aussagen vor Gericht. Er könne Menschen im Strafprozess beruhigen, erzählt Sabine Kubinski vom Verein «PräventSozial» in Stuttgart. Etwa, indem sie Watson streicheln. Einen Einsatz am Amtsgericht Stuttgart hatte der Golden-Retriever-Rüde schon, weitere sollen folgen. Zuvor war er rund zwölf Monate zum Therapiebegleithund ausgebildet worden.

Am Dienstag (15.00 Uhr) will das Justizministerium Baden-Württembergs ersten Prozessbegleiter auf vier Beinen vorstellen und mehr über das Projekt erzählen. Ein Sprecher sagte vorab, traumatisierte Zeuginnen und Zeugen fänden manchmal keinen Zugang zu ihrem menschlichen Prozessbegleiter. Seit 2017 haben besonders schutzbedürftige Verletzte einen Anspruch auf professionelle Betreuung während des gesamten Strafverfahrens. Hunde wie Watson könnten da als Eisbrecher fungieren, um Zugang zum Begleiter herzustellen.

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