Wirtschaftsminister Altmeier scheut vor Interventionen nicht zurück. Foto: dpa

Nothilfe des Staates für Unternehmen in der Corona-Krise ist legitim, muss allerdings strikt begrenzt werden, meint Thorsten Knuf.

Berlin - Kann sich noch jemand an Gerhard Schröder und den Fall Philipp Holzmann erinnern? Etwas mehr als 20 Jahre ist das jetzt her. Der damalige SPD-Kanzler war gerade beim Wahlvolk unten durch, der Frankfurter Baukonzern mit Zehntausenden Beschäftigten war faktisch pleite. Schröder inszenierte sich als Retter in der Not: Er überzeugte die Banken, dem Unternehmen doch noch einmal Geld zu leihen. Der Bund selbst sagte eine Bürgschaft zu. Als der Kanzler nach dramatischen Verhandlungen vor der Firmenzentrale auftauchte, jubelten ihm die wartenden Mitarbeiter zu. Fortan ging es steil bergauf – aber nur mit Schröders Popularität. Der Konzern hingegen kam nie wieder auf die Beine und musste 2002 endgültig Insolvenz anmelden.

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