Am Wochenende haben viele Bürger aus Sorge, das Coronavirus zu haben, das Klinikum aufgesucht. Sie erhielten Entwarnung. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Das Klinikum Stuttgart wurde am Wochenende von zahlreichen Bürgern aufgesucht, die befürchteten, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben. Doch die Ärzte konnten beruhigende Nachrichten geben.

Stuttgart - Die Sorge, sich mit dem Coronavirus anzustecken, treibt aktuell viele Menschen um. Auch die Notaufnahme des Klinikums Stuttgart wurde am Wochenende von zahlreichen Bürgern aufgesucht, die befürchteten, betroffen zu sein. Im Klinikum seien zwischen Freitagnachmittag und Sonntagnachmittag rund 50 Personen „infektiologisch betreut“ worden, berichtet ein Sprecher des Klinikums Stuttgart auf Anfrage – diese seien zum üblichen Patientenaufkommen hinzugekommen. Bisher habe sich in keinem Fall der Verdacht auf das Vorliegen einer Coronavirus-Infektion bestätigt.

Bislang (Stand Sonntag, 1. März) ist in Stuttgart kein Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bekannt. Angesichts dessen, dass an diesem Montag nach den Faschingsferien wieder die Schule startet, wendet sich der Stuttgarter Gesundheitsamtsleiter Stefan Ehehalt mit einer beruhigenden Botschaft an die Eltern: „Es deutet einiges darauf hin, dass Kinder ­weniger gefährdet sind als Erwachsene.“ Zudem verlaufe die Erkrankung bei Kindern milder als bei Erwachsenen. „Kinder scheinen das Virus auch seltener weiterzugeben, was eine wichtige Botschaft an alle Erzieherinnen und Erzieher ist“, so Ehehalt. Vor allem gefährdet seien Menschen über 60 Jahre und Menschen mit Grunderkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen oder Krebs.

Information an Pflegeheime

Bewohner von Pflegeeinrichtungen gelten als besonders gefährdet. Sie könnten sich bei Besuchern anstecken. „Generell ist akut erkrankten Personen anzuraten, von einem Besuch abzusehen, um die von Ihnen betreuten Personen nicht zu gefährden“, schreibt die Stadt in einer Information an Pflegeheime. Alle Besucher sollten auf grundlegende Hygieneregeln hingewiesen werden, mahnt die Stadt.