Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht keine große Gefahr, dass die Fußball-EM neue Infektionswellen auslösen könnten. (Archivbild) Foto: dpa/Kay Nietfeld

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach glaubt, die Luftzirkulation in Stadien sei ausreichend, dass durch Besucher der Fußball-EM-Endrunde keine Infektionswellen losgetreten werden. Eine Ausnahme macht er aber.

Berlin - Die Fußball-EM-Endrunde (11. Juni bis 11. Juli) wird nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach keine neue Infektionswelle auslösen. Superspreader in den Stadien hätten kaum eine Chance, andere Fans mit Viren anzustecken, weil in den Arenen genügend Luftzirkulation herrsche, sagte er dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. 

Wenn dort nur etwa jeder fünfte Platz besetzt sei, könnten Infizierte vielleicht noch einige wenige anstecken, meinte Lauterbach, „aber eine Kettenreaktion ist unwahrscheinlich, es wird dadurch keine neue Welle geben“. Lauterbach schlägt vor, die Sperrstunde der Kneipen und Restaurant zu verlängern. Anwohner sollten Verständnis für längere Öffnungszeiten aufzubringen: „Das hilft uns allen.“ 

Wembleystadion problematisch

Problematisch sieht Lauterbach allerdings, dass die Europäische Fußball-Union (UEFA) das Wembleystadion in London nicht als Spielort gestrichen habe. England sei Coronavirus-Variantengebiet. „Dort dürfte man derzeit keine Spiele ansetzen“, äußerte Lauterbach, „das hätte man komplett abschalten müssen.“ Auch Fan-Reisen von der Insel ins Ausland seien risikoreich.

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