Die Grenzkontrollen sollen in der kommenden Woche wegfallen. Foto: dpa/Georgios Kefalas

Während Frankreich und die Schweiz am Sonntagabend um Mitternacht die Grenzkontrollen einstellen wollen, sollen die Grenzen auf deutscher Seite erst um Mitternacht am Montag endgültig geöffnet werden. Dies sorgt nun für Irritationen.

Stuttgart/Straßburg - Die Grenzöffnungsstrategie Berlins sorgt in Baden-Württemberg und den angrenzenden Ländern für Irritationen. Während Frankreich und die Schweiz am Sonntagabend um Mitternacht die Grenzkontrollen einstellen wollen, sollen die Grenzen auf deutscher Seite erst um Mitternacht am Montag endgültig geöffnet werden. Es sei bedauerlich, dass es nicht gelungen sei, die Grenzöffnung auf einen gemeinsamen Zeitpunkt zu koordinieren, kritisierte der Konstanzer Bundestagsabgeordnete Andreas Jung (CDU) am Freitag. Zuerst hatte der „Südkurier“ berichtet (Freitag).

Unverständnis herrsche vor allem deshalb, weil zwei wichtige Corona-Faktoren zwischen den drei Ländern längst im Lot seien, nämlich die Angleichung des Infektionsgeschehens und die enge Abstimmung mit den Partnerländern. Nun müsse es vor allem darum gehen, dass man es das nächste Mal besser mache, sagte Jung. „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit darf nicht nur etwas für Schönwetterlagen sein - das muss sich auch im Sturm bewähren.“

Unter der Hand heiße es in Berlin, dass schon am Montag auf der deutschen Seite nicht mehr kontrolliert werden solle, sagte Jung. Formal jedoch bleibe es bei den unterschiedlichen Zeitpunkten. Nicht zuletzt im Elsass sorgt das für Verunsicherung; dort hatte sich in den vergangenen Wochen am Grenzübergang nach Deutschland gezeigt, dass selbst formale Weisungen nicht immer gleich Anwendung fanden und die Menschen bei der Einreise doch kontrolliert wurden.

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