Weil zunehmend Menschen vom Coronavirus genesen, sinkt die Zahl der netto Infizierten erstmals. Foto: dpa/Marijan Murat

Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist die Zahl der Genesenen in Baden-Württemberg höher als die der neu Infizierten. Das ergeben neue Daten des Landesgesundheitsamts.

Stuttgart - Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Baden-Württemberg ist erstmals seit Ausbruch der Pandemie gesunken. Das ergibt eine Auswertung aktueller Daten des Landesgesundheitsamts, die am Dienstagabend veröffentlicht wurden. Demnach sind zwar insgesamt 20 635 Infektionen bestätigt.

Wegen der zunehmenden Zahl Genesener – laut Schätzung des Landesgesundheitsamts etwa 2685 Personen – sinkt die Zahl der netto Infizierten aber auf noch etwa 17 300 Personen. Als genesen gilt demnach, wer vor dem 23. März erkrankt ist, nicht unter Atembeschwerden litt oder beatmet werden musste oder wer nicht beziehungsweise vor mindestens zwei Wochen im Krankenhaus war.

Das folgende Schaubild verdeutlicht die Entwicklung der vergangenen Tage auf Grundlage der Daten aus dem Landesgesundheitsamt:

Zwar handelt es sich bei der Zahl der Genesenen nur um eine Schätzung und bei der Zahl der Infektionen ist die Dunkelziffer hoch, weil nicht alle Infektionen auch festgestellt werden. Angesichts der zuletzt erhöhten Testintensität und der damit steigenden Wahrscheinlichkeit, dass Infektionen erkannt werden, macht die Entwicklung dennoch Hoffnung. Zumal sich auch die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus in Baden-Württemberg zuletzt deutlich verlangsamt hat; die Infiziertenzahlen verdoppeln sich noch etwa alle zehn Tage.

Die Entwicklung in Baden-Württemberg ist bei den aktuell Infizierten besser als der Bundestrend, wie Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigen. Das Institut wendet dieselbe Definition von Genesenen an wie das Landesgesundheitsamt, eine Trendwende lässt sich aus diesen Daten aber noch nicht ablesen:

Zu den aktuellen Corona-Zahlen aus Baden-Württemberg gelangen Sie hier.

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