Die endgültige Entscheidung über die Öffnung von Kitas und Grundschulen soll an diesem Mittwoch getroffen werden (Symbolbild). Foto: dpa/Caroline Seidel

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann geht davon aus, dass Kitas und Grundschule im Land vom kommenden Montag an schrittweise wieder öffnen können. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft findet das fahrlässig.

Stuttgart - Die zu erwartende schrittweise Öffnung der Kitas und Grundschule im Land ist nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fahrlässig und derzeit nicht zu verantworten. Elf Millionen Menschen in Baden-Württemberg müssten sich an strenge Kontaktbeschränkungen halten, kritisierte die GEW-Landesvorsitzende Monika Stein am Dienstag in Freiburg und ergänzte. „Nur die Fachkräfte in Kitas und die Grundschullehrkräfte sollen sich mehrere Stunden mit Personen aus 10 bis 20 Haushalten in einem Raum aufhalten?“ Viele Erzieherinnen und Grundschullehrkräfte fühlten sich behandelt wie Versuchskaninchen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte zuvor angedeutet, Kitas und Grundschule im Land würden wahrscheinlich vom kommenden Montag an schrittweise wieder öffnen können, sollte die Infektionslage nicht schlechter werden. Die endgültige Entscheidung soll an diesem Mittwoch getroffen werden. Kitas und Grundschulen könnten im Wechselbetrieb „behutsam“ wieder geöffnet werden. Sie sind wie die meisten weiterführenden Schulen seit dem 18. Dezember weitgehend geschlossen.

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Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen sinkt in Baden-Württemberg im Zuge des Lockdowns weiter und liegt derzeit bei 86,9. Kurz vor Weihnachten lag diese Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten bei über 200.

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