Der Dehoga spricht sich dafür aus, dass Gastronomen im Winter Heizpilze verwenden dürfen. (Symbolbild) Foto: dpa/Daniel Karmann

Die Gastronomie gehört zu den durch das Coronavirus besonders hart getroffenen Branchen – der Verband Dehoga macht sich jetzt für sie stark: Die Außensaison müsse verlängert werden.

Stuttgart - Die Gastwirte in Baden-Württemberg sind nach Überzeugung des Branchenverbandes Dehoga wegen der Ausfälle durch die Corona-Pandemie auf eine Verlängerung der Außensaison angewiesen. Dafür sollte auch der Einsatz der vielerorts verbannten Heizstrahler erlaubt werden, sagte der Pressesprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Baden-Württemberg, Daniel Ohl, am Dienstag. „Im Moment geht es für sehr viele Unternehmen der Gastronomie ums Überleben.“ Heizstrahler sind wegen ihres umweltschädlichen Energieverbrauchs in zahlreichen Kommunen nicht erlaubt.

Das Gastgewerbe im Südwesten habe coronabedingt drei bis vier Milliarden Euro Umsatz unwiederbringlich verloren, sagte Ohl. „Das Schnitzel, das im April nicht bestellt wurde, wird im August nicht doppelt bestellt.“ Die geltenden Sicherheitsbestimmungen verringern nach Ohls Angaben außerdem die Zahl der Sitzplätze um durchschnittlich 40 Prozent. „Vor diesem Hintergrund haben viele Betriebe große Sorgen, über den Herbst und Winter zu kommen.“

Der Dehoga setze sich für alles ein, was hilft, die Außengastronomie so lange wie möglich zu verlängern, sagte Ohl. „Dazu kann auch ein Heizstrahler gehören.“ Eine Hilfe wäre auch, wenn die Kommunen den Betrieben bei der Ausweisung von Flächen für Außengastronomie und den Gebühren dafür entgegenkämen, sagte Ohl.

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