Ein Demozug mit etwa 10 000 Teilnehmern zieht am Samstag durch die Stadt zum Cannstatter Wasen. Dort kommen fast 15 000 zur Kundgebung. Maskenpflicht und Abstandsgebot halten sie größtenteils nicht ein. Foto: imago /Arnulf Hettrich

Dass etwa 15 000 Demonstranten den Infektionsschutz komplett ignorieren, stößt in der Bevölkerung und bei Politikern auf Unverständnis und blankes Entsetzen. Die Grünen fordern eine Sondersitzung des Innenausschusses im Landtag dazu.

Stuttgart - Stuttgart ist sauer. Stinksauer. Am Wochenende drehen sich die Gespräche beim Osterfrühstück und in den sozialen Netzwerken früher oder später um ein Thema: Wie konnte das passieren, wie konnte die Stadt das zulassen? Da ziehen etwa 15 000 Demonstranten ohne Masken und Abstand durch die Stadt, und keiner kann oder will sie stoppen – das ist der Eindruck, den besorgte Menschen vom Samstag haben, von der bislang größten Demonstration der sogenannten Querdenker in einer Hochphase der Coronapandemie. Und mehr noch, eine Gegendemo, organisiert vom Antifaschistischen Aktionsbündnis, wird aufgelöst, und die Teilnehmenden, allesamt mit Maske ausgestattet und auf Abstand bedacht, erhalten Platzverweise. Da hört am Wochenende selbst bei jenen, die keinesfalls mit der Antifa sympathisieren, das Verständnis auf. Auch der Stadtrat Christoph Ozasek (Linksbündnis) ärgert sich über die Auflösung der Gegendemo: „Das ist ein für Stuttgart typisches Verhalten“, sagt er.

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