Der Lockdown, manchmal auch Shutdown genannt, beschreibt das Herunterfahren der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens. Foto: Pixabay.com, © jag2020, CC0 1.0

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 hat sich ein Begriff neu im allgemeinen Wortschatz etabliert: Der Lockdown, manchmal auch Shutdown genannt, beschreibt das teilweise oder weitgehende Herunterfahren der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens. Ein solcher Lockdown gehört zu jenen Hebeln, die staatliche Stellen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens zur Verfügung haben.

Ein solcher Lockdown gehört zu jenen Hebeln, die staatliche Stellen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens zur Verfügung haben. 

Umstritten ist, welchen Beitrag geschlossene Schulen, Kinos, Fußballstadien oder Schwimmbäder tatsächlich dazu leisten, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Mittlerweile gehen die meisten Fachleute davon aus, dass Impfungen und Schnelltests weitaus effektivere und für die Wirtschaft auch besser verkraftbare Mittel sind, um diese schwierigen Zeiten durchzustehen.
So jedenfalls lehren es die Erfahrungen aus dem langen Winter-Lockdown und diverse Studien zur Wirksamkeit der mittlerweile verfügbaren Impfstoffe. Doch nicht alle Branchen wurden vom Lockdown hart getroffen. Einige konnten sogar profitieren. In einem neuerlichen Lockdown wäre es nicht anders.

Unterhaltung und Glücksspiel

Kaum ein Mensch kann und will über einen längeren Zeitraum auf diese Formen der Zerstreuung verzichten. Viele liebgewonnene Gewohnheiten, vom Clubbesuch über die Zeit in der Spielhalle bis hin zu schönen Stunden im Fußballstadion, liegen während eines Lockdowns zwangsläufig auf Eis. Online-Anbieter profitieren von dieser Situation, allerdings auch die darunter befindlichen schwarzen Schafe. Es zeigt sich sogar, dass auch Menschen, die noch nie einen Fuß in eine Spielhalle oder ein Casino gesetzt haben, in einem Lockdown eine gewisse Affinität zum Glücksspiel entwickeln. Leider ist es gerade für diese Laien nicht immer ersichtlich, welchen Anbietern man guten Gewissens vertrauen kann. 
Umso wichtiger ist, sich im Vorfeld ausführlich über diese Thematik zu informieren, etwa unter betrugstest.com/online-lotto/apps/. Denn die kriminellen Anbieter von Online-Glücksspielen erkennen schnell, wer sich bereitwillig aufs dünne Eis führen lässt. Das weitere Vorgehen dort kann vom Diebstahl beziehungsweise der Unterschlagung über das Versenden von Phishing-Mails bis hin zum kompletten, auf virtuelle Weise durchgeführten Kapern des gesamten Rechners reichen.

Versandhandel

Wenn Geschäfte geschlossen sind, geht der Konsum weiter. Dieses Prinzip ist nicht neu, denn schon vor Jahrzehnten konnten sich Konsumenten ihre Produkte im Katalog ebenso einfach auswählen wie im Fachgeschäft.
Die Corona-Pandemie begann aber bekanntlich in der Zeit des ohnehin im stetigen Wachstum begriffenen Online-Handels. Dieser Branche kamen die geschlossenen Ladentüren gerade recht, um die eigenen Marktanteile weiter auszubauen. Neben bekannten Online-Händlern und -Plattformen wie Zalando oder Ebay können auch neue Akteure den eigenen Fuß in einem Lockdown immer weiter in den Türspalt schieben. „Wish“ und „Trendyol“ sind zwei bekannte von insgesamt recht vielen Beispielen. Vor allem muss an dieser Stelle natürlich der omnipräsente Handelsgigant Amazon genannt werden. Während des Lockdowns Anfang 2021 konnte das Unternehmen erneut einen gewaltigen Umsatzsprung verzeichnen. Mit einer Lieferung von heute auf morgen, manchmal sogar schon am selben Tag, begeistert Amazon nicht nur im Lockdown eine wachsende Zahl an Kunden. Auch nach einer Überwindung der Corona-Pandemie wird Amazon freiwillig nichts von seinen erworbenen Marktanteilen zurückgeben. Sehr zum Bedauern des niedergelassenen Einzelhandels, der auch nach einem Lockdown nur mühsam zu alter Stärke zurückfindet. Abstandsregeln, Maskenpflicht und andere Hygienekonzepte schmälern den einstigen Spaß am Shopping-Erlebnis deutlich. Wen wundert es da, wenn sich Menschen lieber dem Angebot eines Online-Händlers zuwenden?

Lieferdienste

Analog zu den Lockdown-Veränderungen im Einzelhandel ist auch die Gastronomie zu betrachten. Da während eines Lockdowns, je nach Inzidenz und örtlichen Regeln, die Innengastronomie oder sogar alle Bewirtungsbereiche schließen müssen, gibt es nur wenige Alternativen. Neben der Möglichkeit, Speisen selbst abzuholen, erleben auch die Bringdienste einen echten Boom. In diesem Bereich ist besonders der Platzhirsch „Lieferando“ zu nennen. 
Dessen clevere App bietet Zugriff auf die Speisenkarten von zahlreichen Restaurants in der Umgebung. Hier ist nicht einmal mehr ein Anruf notwendig, um die Bestellung aufzugeben, alles kann durch einige Klicks in der App erledigt werden. Sogar der Bezahlvorgang muss nicht mehr zwingend an der Haustür erledigt werden. Denn neben der Barzahlung akzeptiert Lieferando auch die Zahlung per PayPal oder Kreditkarte. Trinkgelder können ebenfalls auf digitalem Wege gezahlt werden. 
„Corona hat uns um ein Jahr nach vorne gebracht!“, so Lieferandos Deutschland-Chefin Katharina Hauke gegenüber dem Tagesspiegel. Für die ausliefernden Restaurants bedeutet dies Licht und Schatten zugleich. Einerseits bekommen sie durch Lieferando mehr Aufmerksamkeit als zuvor, was sich in vielen Fällen auch auf die Anzahl der eingehenden Bestellungen auswirkt. Andererseits lässt sich Lieferando den angebotenen Service äußerst großzügig vergüten. Die über Lieferando auffindbaren Restaurants verpflichten sich allerdings nicht, ihr komplettes Liefergeschäft über Lieferando abzuwickeln. Kunden steht es also nach wie vor frei, das jeweilige Lokal direkt und ohne Lieferando-Service zu kontaktieren und eine Bestellung aufzugeben. 
Im letzten Lockdown zeigte sich, dass vor allem die gehobene Gastronomie in vielen Fällen lieber auf den eigenen Ruf vertraut. Insbesondere die Stammgäste unterstützten die Betriebe nur zu gerne, indem sie die Speisen abholten oder sich nach Hause liefern ließen. 
 

Fazit?

Man kann niemandem vorwerfen, eine sich ergebende Chance für den eigenen Vorteil zu nutzen. Insbesondere dann nicht, wenn eine rege Nachfrage von Seiten der Kunden gedeckt werden soll. In den Bereichen des Online-Glücksspiels und des Online-Handels ist allerdings eine besondere Vorsicht geboten, da sich im Internet leider auch zahlreiche kriminelle Zeitgenossen tummeln.
Auch aus diesen Gründen wird es für die niedergelassenen Anbieter nach jedem Lockdown weitergehen. In der Fußgängerzone vor Ort kann sich niemand ein betrügerisches Vorgehen leisten. Online ist die Sache oftmals problematischer. Wenn die genutzte Website in Übersee registriert ist, kann man sich als Betrugsopfer kaum zur Wehr setzen. 

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