Auch Daimler hat mit den Folgen des Coronavirus schwer zu kämpfen. Foto: picture alliance/dpa/Marijan Murat

Auch Daimler hat mit den Folgen des Coronavirus zu kämpfen. Am Donnerstag kündigte der Stuttgarter Autobauer Kurzarbeit an. Zudem soll das Unternehmen mit Banken über neue Milliardenkredite verhandeln.

Stuttgart - Der Stuttgarter Autobauer Daimler will einem Medienbericht zufolge seinen finanziellen Spielraum erweitern, um die Folgen der Coronavirus-Krise besser bewältigen zu können. Daimler sei in Gesprächen mit Banken über eine neue Kreditlinie im Volumen von zehn bis 15 Milliarden Euro, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstag. Eine Ankündigung über den endgültigen Betrag könne bereits nächste Woche erfolgen. Der genaue Zeitpunkt und die Struktur des Geschäfts könnten sich aber noch ändern. Daimler lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Daimler kündigt Kurzarbeit an

Die Virus-Pandemie trifft die Automobilbranche derzeit mit voller Wucht. Am Donnerstagvormittag hatte Daimler angekündigt, einen Großteil seiner Belegschaften in Deutschland in Zwangsurlaub zu schicken. So hätten sich Unternehmensleitung und Betriebsrat darauf geeinigt, ab dem 6. April zunächst bis zum 17. April Kurzarbeit zu beantragen. Der Konzern hatte bereits Mitte März entschieden, den Großteil seiner Produktion sowie die Arbeit in ausgewählten Verwaltungsbereichen in Europa für zunächst zwei Wochen zu unterbrechen.

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