Maria Patané in ihrem Kult-Restaurant Bella Italia Weine Foto: Bella Italia Weine

Als „Gesamterlebnis“ skizzierte unsere Zeitung das Lokal Bella Italia Weine im Stuttgarter Westen. Jetzt kämpft Lenkerin Maria Patané um ihr Kult-Restaurant. Auch mit einem Wein-Ausverkauf.

Stuttgart - „Im Frühjahr“, sagt Maria Patané , „waren die Menschen wunderbar – ganz wunderbar“. Alle, sagt die Lenkerin des Kult-Restaurants Bella Italia Weine im Stuttgarter Westen, hätten sich im Lockdown gegenseitig geholfen. „Aber das war im Frühjahr“, ergänzt sie – „es war gutes Wetter und der Sommer ließ alle hoffen“.

Hoffen auf den Wein-Ausverkauf

Jetzt aber sieht es buchstäblich grau aus. Nicht nur in der Vogelsangstraße 18. Und die Absage des großen Stuttgarter Weihnachtsmarktes wie der vielen kleinen Märkte rückt das neue Licht in weite Ferne. Ein Banner vor dem Lokal macht stutzig – „Wein-Ausverkauf“. Wie soll das gehen: das Bella Italia ohne Weine? „Das ist schon ernst gemeint“, sagt Patané. Und so reihen sich am 13. und 14. November die Wein-Köstlichkeiten zum erhofften Abverkauf.

Maria Patané will kämpfen

„Wessen Wunsch es ist, nicht nur schnöde essen zu gehen, sondern seiner Begleitung eine Art Gesamterlebnis zu bieten, der kann mit der Wahl des Bella Italia einen Volltreffer landen“, schrieb unsere Zeitung vor zwölf Jahren. Maria Patané will um diesen „Volltreffer“ kämpfen. „Ich bin seit 50 Jahren in Deutschland“, sagt sie, „es ist ein wunderbares Land mit wunderbaren Menschen“ – und mit möglichst vielen möchte sie „weiter das Leben und das schöne Essen feiern“. Mit Speisen zum Mitnehmen hält sie aktuell den Betrieb aufrecht, doch Patané braucht die Gäste, braucht das Brodeln in ihrer Küche, braucht die Begegnung.

Hoffen auf rasche Wiedereröffnung

Was passiert, wenn sie im Dezember nicht wieder öffnen darf? „Ich weiß es nicht“, sagt Maria Patané. „In den nächsten Tagen und Wochen mache ich allen liebend gerne ein tolles Essen für Zuhause“, sagt sie dann – und ergänzt: „Die Menschen brauchen Freude“. Und das Bella Italia, scheint es, braucht jetzt Freunde.

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