Wieler am Donnerstag: „Es besteht also die Möglichkeit, dass sich die Lage noch verschlimmert.“ (Archivbild) Foto: AFP/TOBIAS SCHWARZ

Wegen der auch in Deutschland aufgetretenen Mutationen des Coronavirus sei die Einhaltung der Schutzmaßnahmen nach Einschätzung des RKI-Präsidenten, Lothar Wieler, derzeit „wichtiger denn je“. Er spricht am Donnerstag aber auch von einer positiven Entwicklung.

Berlin - Die Einhaltung der Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland ist nach Einschätzung des Präsidenten des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, derzeit „wichtiger denn je“. Es sei noch nicht abschätzbar, wie sich die auch in Deutschland aufgetretenen Mutationen des Coronavirus verbreiten, sagte Wieler am Donnerstag in Berlin. „Es besteht also die Möglichkeit, dass sich die Lage noch verschlimmert.“

Wieler appellierte nachdrücklich, die bereits seit Monaten bekannten Abstandsregeln einzuhalten. Wer sich jetzt mit einem Arbeitskollegen zum Mittagessen treffe und sich beim Essen gegenüber sitze, könne nicht behaupten, die Maßnahmen würden nicht funktionieren. Diese müssten schon richtig genutzt werden, damit sie wirken.

„Am Ende dieses Jahres werden wir diese Pandemie kontrolliert haben“

Wie der RKI-Präsident sagte, lässt sich die Infektionslage wegen der Feiertage und der damit verbundenen geringeren Zahl von Arztbesuchen derzeit nicht einfach interpretieren. Es gebe aber eine positive Entwicklung. „Der Anstieg ist vermutlich nicht mehr so steil wie im Dezember.“ Die Fallzahlen hätten sich stabilisiert.

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Wieler zeigte sich zuversichtlich, dass das Coronavirus im Jahresverlauf in den Griff zu bekommen sei. „Am Ende dieses Jahres werden wir diese Pandemie kontrolliert haben“, sagte er.

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