Eine Besucherin mit Nasen-Mundschutz genießt auf dem Eiffelturm die klare Aussicht auf Paris. Nach einer über dreimonatigen Zwangspause hat der Eiffelturm seine Pforten wieder geöffnet. Foto: dpa/Thibault Camus

Nie war der Eiffel-Turm in Friedenszeiten länger geschlossen, als während der Corona-Pandemie. Jetzt hat er nach drei Monaten teilweise wieder geöffnet. Touristen sucht dort man allerdings vergeblich.

Paris - Nach seiner längsten Schließung in Friedenszeiten ist der Pariser Eiffelturm wieder für Besucher geöffnet. Am Donnerstag fanden zwar nur relativ wenige Touristen ihren Weg zum Wahrzeichen der französischen Hauptstadt, das wegen der Corona-Pandemie 104 Tage gesperrt war. Dafür kamen aber offenbar mehr Einheimische. „Es ist sehr besonders, sehr besonders, weil es nur Paris-Leute sind“, sagte Annelies Bouwhuis, eine 43-jährige Besucherin aus den Niederlanden. Sie hätten viele Anwohner gesehen, die ihre Stadt und die Parks ohne all die Touristen genossen hätten.

Wer den Eiffelturm in diesen Tagen besuchen will, sollte fit sein: Die Aufzüge bleiben geschlossen, wer hinauf will, muss fürs erste die Truppe nehmen. Wiedereröffnet wurden auch nur das erste und zweite Stockwerk des 324 Meter hohen Turms.

Genuss für Einheimische

Willige Treppensteiger wurden mit weitläufigen Aussichten und einer leichten Brise belohnt, die das brütende Sommerwetter erträglicher machte. Sabine Peaufils, eine 57 Jahre alte Besucherin aus Paris, sagte, sie habe einen Platz in der ersten Einlasszeit gebucht, weil es später sehr heiß werden würde. „Das ist ein echter Genuss.“

Dem Eiffelturm entgingen durch den im März verhängten Lockdown 27 Millionen Euro, wie dessen Generaldirektor Patrick Branco-Ruivo mitteilte.

Bei anderen Attraktionen in Paris lässt eine Wiederöffnung noch auf sich warten. Der Louvre etwa macht erst am 6. Juli wieder auf.

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