Großgruppen sind nicht erlaubt: In Schweden wurde am Mittsommerabend, dem 19. Juni, nur verhalten gefeiert. Foto: dpa/Andres Kudacki

Die Schweden und Finnen haben ihr Mittsommer-Fest diesmal im kleinen Kreis gefeiert. Wegen der Corona-Pandemie mussten viele größere Veranstaltungen diesmal abgesagt werden.

Stockholm - Viele Skandinavier haben das Mittsommer-Wochenende am Freitag im Familien- oder kleineren Freundeskreis eingeläutet, bevorzugt an einem See oder in der Natur. Die schwedische Tourismusbehörde Visit Sweden begann zudem in den Mittagsstunden, Feierlichkeiten und Bräuche aus verschiedenen Landesteilen live auf Facebook zu übertragen. Manche Kommunen rieten dazu, sich online zum gemeinsamen Feiern zu treffen.

Die Feiern zur Ankunft des Sommers sind für viele Skandinavier der Höhepunkt des Jahres und ähnlich wichtig in in Teilen Deutschlands der Karneval. Bei den Schweden gehören zu den klassischen Festtagszutaten der Tanz um die Mittsommerstange, Blumenkränze auf dem Kopf sowie gutes Essen und der ein oder andere Schnaps.

Der wärmste Mittsommerabend seit 50 Jahren

Durch Corona und die damit verbundenen Versammlungsbeschränkungen und Abstandsvorgaben war vieles an Mittsommer diesmal anders sein, wie auch König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia feststellten. „Die Tradition, Mittsommer zu feiern, hat diese Wurzeln in Schweden“, wurde das Königspaar auf dem offiziellen Instagram-Account des Königshauses zitiert. „In diesem Jahr muss die Feier an die Umstände angepasst werden – das ist ein Weg, um Fürsorge für unsere Mitmenschen zu zeigen.“

Der eigentliche Mittsommertag ist der 20. Juni, für die Schweden und Finnen steht aber stets der Mittsommerabend am 19. Juni im Zentrum ihrer Feste. Besonders ärgerlich für die nicht gerade von dauerhaftem Traumwetter verwöhnten Nordeuropäer: Der diesjährige Mittsommerabend war Meteorologen zufolge der wärmste seit fast 50 Jahren.

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