Scheckübergabe von Daniela und Karl Maier an Christoph Sonntag (links). Foto: ede - ede

Zum siebten Mal hat Christoph Sonntag zum Wasenkonzil ins Göckelesmaier-Zelt gebeten und persönliche Einblicke gewährt. Der öffentlich ausgetragene Rosenkrieg mit seiner Noch-Ehefrau setze ihm schwer zu.

Bad CannstattTurbulente Zeiten seien es derzeit, beschreibt Kabarettist Christoph Sonntag. Der Rosenkrieg mit seiner Nochehefrau, die ihm vorwirft, mit seiner „Stiphtung“ öffentliche Gelder veruntreut zu haben, setzt ihm zu. „In der Krise lernt man seine Freunde kennen.“ Einige davon waren zum Wasenkonzil in Karls Loge im Göckelesmaier-Zelt gekommen, das der Kabarettist zum siebten Mal veranstaltete. Dabei sprachen schon EU-Kommissar Günther Oettinger, Uwe Hück (als Porsche-Betriebsratvorsitzender), ZDF-Journalist Udo von Kampen, Ökonom Marc Friedrich und Comedian Marco Rima.

Unterstützt wird die „Stiphtung Christoph Sonntag“ auch von dem Festwirt-ehepaar Daniela und Karl Maier. Seit vielen Jahren so der Festwirt, werden Aktionen durchgeführt. So heißt es immer am letzten Volksfest-Sonntag bei Göckelesmaier „Trinken für den guten Zweck“. 50 Cent pro getrunkenem Maß gehen an die „Stiphtung“ zugunsten der Kinderhilfsaktion „Sternchenfänger“. „So kann man Nützliches mit dem Angenehmen verbinden“, meinte Maier. Mit seiner Frau übergab er den Erlös der vergangenen Aktion in Höhe von 3750 Euro an Sonntag.

„Die Stiphtung geht weiter“, versprach Sonntag, „auch wenn wir gerade schwer gebeutelt sind“, und ließ zwölf Jahre Revue passieren. Angefangen hat es mit dem Max-Eyth-See, der sauberer werden sollte. „Das war die Initiative für zwölf Projekte.“ Im vergangenen Jahr wurden 268 TeilnehmerInnen bei den Demokratiewochen, 351 bei den Toleranzwochen, 212 SchülerInnen bei den Ernährungswochen registriert, 650 Kinder durch das Projekt „Sternchenfänger“ in Waiblingen und Landau gefördert und für 4792 strahlende Kinderaugen beim Klassenzimmer am Fluss und See gesorgt.

Er habe schon überlegt, ob „ich es lassen soll.“ Doch dann stand er 30 straffällig gewordenen Jugendlichen gegenüber. Wer Scheiße baue und eine Strafe absitze, verdiene eine zweite Chance, könne bei Null wieder anfangen. „Die Jungs kamen nach der Show zu mir und bedankten sich.“ Dies sei der Punkt gewesen, wo klar war: „Wir machen weiter“. So werde an der App fürs Projekt 30 gearbeitet, einer sozialen Plattform, die Menschen in ihrer Umgebung vernetzt und ermöglichen soll, sich gegenseitig zu helfen. 30 Minuten im Monat Gutes tun, müsse möglich sein. Und mit seinem neuen Programm „Wörldwaid“ wird er 2020 wieder auf der Bühne zu sehen sein.

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