SPD-Kandidatin Lucia Schanbacher serviert Sekt statt Selters. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Die Sozialdemokraten lassen mit starkem Resultat bei den Zweitstimmen aufhorchen, doch beim Kampf um die Direktmandate spielen sie eine untergeordnete Rolle. Und wie lief es für die kleineren Parteien?

Stuttgart - Die SPD in Stuttgart ist gleich mit zwei neuen, jungen Kandidaten angetreten. Doch auch wenn das gute stadtweite SPD-Ergebnis bei den Zweitstimmen aufhorchen lässt, sind für Lucia Schanbacher (Wahlkreis Süd) und Dejan Perc (Wahlkreis Nord) persönlich die Bäume nicht in den Himmel gewachsen. Schanbacher brachte es laut vorläufigem amtlichem Ergebnis auf 12,8 Prozent der Erststimmen, Perc auf 20,5 Prozent. Im Kampf um das Direktmandat spielten beide allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Die Jungstadträtin sprach dennoch von einem „extrem guten Ergebnis“. Sie habe beim Duell zwischen Özdemir und Kaufmann auf Augenhöhe mitgemischt, so ihr Fazit. Perc sagte auf Nachfrage, bei der Verteilung der Direktmandate in Stuttgart „wäre ein anderes Ergebnis möglich gewesen“, wenn man sich mit den Grünen auf eine gemeinsame Strategie hätte einigen können. Ein informelles Gespräch mit den Grünen über seinen Wahlkreis habe aber keinen Erfolg gehabt. Im Klartext: Die Grünen wollten offenbar nicht die Abgabe der Erststimme für Perc empfehlen, obwohl ihre Kandidatin Anna Christmann auf der Landesliste abgesichert war. Und obwohl Christmann vor der Wahl unserer Zeitung sagte: Jedes Direktmandat, dass der Union verloren gehe, trage zu einem kleineren und nicht so kostenintensiven Bundestag bei.

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