Großmeisterin komplexer Beziehungsgeschichten: Zeruya Shalev. Foto: imago/Leemage/Yannick Coupannec

Die israelische Autorin Zeruya Shalev stellt im Literaturhaus Stuttgart ihren neuen Roman „Schicksal“ vor. Sie erzählt darin wie sehr das Private unterwandert ist von Konflikten, die von der Vergangenheit bis in die jüngste Gegenwart reichen.

Stuttgart - Schicksal ist das Zusammenwirken von Ereignissen, als würde dahinter eine Macht stehen, die das Ganze lenkt. Schicksal hat mit Schuld und Sühne zu tun. In der jüdischen Religion wurden an Jom Kippur, dem Tag der Sühne, einst zwei Böcke ausgewählt. Der eine wurde auf dem Altar für Gott geopfert, der andere beladen mit den ganzen Sünden des Volkes Israel von einem Berg gestürzt. Und wenn die 91-jährige Rachel aus ihrer Wohnung in einer israelischen Enklave nahe Jerusalem blickt, wohin sich die frühere Untergrundkämpferin zurückgezogen hat, dann sieht sie den Berg, von dem man einst den Sündenbock gestoßen hat.

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