Klaus Kinski als Woyzeck mit Eva Mattes als Marie in Werner Herzogs Verfilmung Foto: imago/Everett Collection

Vor 200 Jahren erstach der ehemalige Soldat Johann Christian Woyzeck seine Geliebte. In seinem Roman „W.“ blickt der schwedische Autor Steve Sem-Sandberg in den schwindelnden Abgrund der Figur und ihrer Geschichte.

Stuttgart - Zweihundert Jahre liegt der Fall nun zurück. Am 2. Juni 1821 erstach der Hilfsarbeiter und ehemalige Soldat Johann Christian Woyzeck seine Geliebte, die Chirurgenwitwe Johanna Christiane Woost. Die Frage, wer ihm dabei die Hand geführt hat, Eifersucht, innere Stimmen oder eine soziale Misere, die die Menschen zerstört und zu Tieren macht, beschäftigt seitdem die Nachwelt. Spätestens seit Georg Büchner1836 aus der Affäre ein den Horizont der Zeit visionär überschreitendes Sozialdrama geformt hat, das mit jeder seiner Aufführungen aufs Neue den Zuschauer darüber zu urteilen zwingt, wie Verbrechen, Wahnsinn und Gesellschaft zusammenwirken.

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