Chronist ostdeutschen Lebensgefühls: Lukas Rietzschel Foto: imago/Sven Simon/Anke Waelischmiller/Sven Simon

Der junge Autor Lukas Rietzschel wurde bekannt mit einem Roman über die Radikalisierung zweier Jugendlicher. In seinem neuen Buch „Raumfahrer“ wirft er aus einer ungewohnten Perspektive den Blick auf ostdeutsche Gegenwart und Vergangenheit – und die Geschichte des Malers Georg Baselitz.

Stuttgart - Zwei Brüder standen im Mittelpunkt des Romans, mit dem Lukas Rietzschel zu einer Art Mittelsmann wurde zwischen der literarischen Öffentlichkeit und jenen Zonen, in denen nur noch die Sprache von Hass und Gewalt regiert. Sein mit leichtem Erschrecken gefeiertes Debüt „Mit der Faust in die Welt schlagen“ führte vor Augen, wie es zugeht, wenn aus ganz normalen Jugendlichen Nazis werden. Und Rietzschel fand dafür einen Weg, der zwischen den Diskurslinien westdeutscher und ostdeutscher Meinungsbastionen direkt auf den verbrannten Boden der Geschichte führte: die Tristesse von Tagebauseen und gesellschaftlichen Erosionslandschaften, in denen nur noch Angst und Wut gedeihen.

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