Garmus’ Protagonistin, eine Chemikerin, versucht Karriere am Forschungsinstitut Hastings zu machen – trotz Widerstände. Foto: dpa/Ingo Wagner

Bonnie Garmus‘ Roman „Eine Frage der Chemie“ ist eine unterhaltsame Lektion in Sachen weiblicher Emanzipation. Die Autorin verlegt die Themen der Me-too-Debatte in die noch viel frauenfeindlichere Zeit vor 60 Jahren und landet damit einen Überraschungsbestseller.

Unterhaltsam zu sein gilt in literarischen Kreisen nicht gerade als Auszeichnung für einen Roman. Über wen dieses Urteil gefällt wird, der darf sich fühlen wie jemand, der nach vier Stunden Anstehen vor dem Berliner Techno-Club „Berghain“ vom Türsteher zu hören bekommt, sein Outfit sei ja „ganz nett“ – und dann umgehend fortgeschickt wird. Wer ins „Berghain“ will, sollte ganz in Schwarz und immer ein bisschen düster daherkommen. Wer in der deutschen literarischen Szene ernstgenommen werden will, auch.

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