Unterstützung bekommt Britney Spears von ihren Fans. Foto: Imago/UPI Photo

Der Streit um die Vormundschaft von Britney Spears geht in die nächste Runde. Ihr Anwalt beantragte nun, als Nachfolger für Jamie Spears den Wirtschaftsprüfer Jason Rubin als Treuhänder einzusetzen.

Los Angeles - Britney Spears hat einen neuen Anlauf gestartet, ihrem Vater die Vormundschaft zu entziehen, die ihm auch die Kontrolle über ihre Finanzen gibt. Laut der Internetseite des Gerichts von Los Angeles beantragte Spears’ neuer Anwalt Mathew Rosengart am Montag, als Nachfolger für Jamie Spears den kalifornischen Wirtschaftsprüfer Jason Rubin als Treuhänder einzusetzen. Das Vermögen der Popsängerin wird auf 60 Millionen Dollar geschätzt.

Als Argument verwies Rosengart darauf, dass das Gericht der 39-Jährigen Mitte Juli das Recht eingeräumt hat, ihren eigenen Rechtsbeistand zu bestimmen. Wenn sie nach Auffassung des Gerichts dazu in er Lage sei, müsste sie auch in der Lage sein, ihren Treuhänder selbst zu wählen, argumentierte Rosengart nach Angaben der „New York Times“.

Auf psychische Probleme folgt die Einweisung in eine Klinik

Bei einer kurzen Anhörung kündigte Richterin Brenda Penny für September eine Entscheidung über den Antrag an. Die nächste Gerichtsanhörung wurde auf den 29. September angesetzt.

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Wegen psychischer Probleme war Spears 2008 vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen worden, Jamie Spears übernahm die Vormundschaft für seine Tochter. Spears war im vergangenen Jahr dagegen vor Gericht gezogen, in einer ersten Entscheidung hatte Richterin Penny den Antrag aber abgelehnt. Inzwischen konnte die Sängerin mit der Ernennung ihres eigenen Anwalts jedoch einen Etappensieg erzielen.

Spears kämpft gegen Vormundschaft

Ende Juni hatte Spears in einer hochemotionalen Stellungnahme vor Gericht die Vormundschaft ihres Vaters als „missbräuchlich“ bezeichnet. Sie sei „traumatisiert“ und „deprimiert“, dass ihr Vater ihr keinerlei Entscheidungsfreiheit lasse. Später kündigte sie auf der Online-Plattform Instagram an, dass sie nicht mehr live auftreten werde, solange ihr Vater „bestimmt, was ich trage, sage, tue oder denke“.

Nach Angaben von Jamie Spears’ Anwälten will der 69-Jährige die Vormundschaft nicht von selbst abgeben. Die Vorwürfe der Sängerin bezeichnen sie als ungerechtfertigt.

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