Interaktion Mensch und Maschine: Im Mai waren durchschnittlich 55 Prozent der Mahle-Mitarbeiter im Inland in Kurzarbeit. Sie ist weiterhin nötig. Foto: Mahle

Ob Bosch, ZF oder Mahle– viele Zulieferer stellen sich auf mehrere Monate mit Arbeitszeitverkürzungen für Teile der Belegschaft ein. Bosch hat die Kurzarbeit erst einmal bis Ende Juni verlängert.

Stuttgart - Wegen der stark rückläufigen Nachfrage durch die Ausbreitung des Coronavirus hat Bosch die Kurzarbeit bis Ende Juni verlängert. Die Standorte sind unterschiedlich betroffen. Von den gut 130 000 Mitarbeitern in Deutschland ist derzeit rund ein Drittel in Kurzarbeit, am Diesel-Standort Stuttgart-Feuerbach rund die Hälfte der Beschäftigten. „Wir sind derzeit mit den Arbeitnehmervertreten in Gesprächen und suchen gemeinsam nach Lösungen für die zweite Jahreshälfte“, sagt eine Bosch-Sprecherin auf Anfrage unserer Zeitung. Details will sie nicht nennen. Bosch-Gesamtbetriebsratschef Frank Sell wird etwas deutlicher und spricht von einem „riesigen organisatorischen Abstimmungsaufwand“, wenn jeden Monat eine Betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit nötig sei. Man wolle längerfristig und transparenter planen. Wegen der derzeitigen Nachfrageschwäche könnte die Kurzarbeit für Teile der Belegschaft bis Ende 2020 nötig sein, befürchtet er.

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