Marlene Blumenstock pflegt die Reifenbeete auf dem Karl-Benz-Platz, die nicht zerstört wurden. Foto: Mathias Kuhn

Der Reifengarten auf dem Karl-Benz-Platz ist ein Blickfang. Einige Beete wurden nun mutwillige zerstört. Eine Nachpflanzung lohnt sich nicht, da die Beete in wenigen Monaten einer Baustelle weichen müssen.

Untertürkheim - Er ist für viele Passanten willkommener Blickfang auf ihrem Weg zur Stadtbahn: der Reifengarten auf dem Karl-Benz-Platz. Auf den Stufen der Terrasse unweit der Haltestelle der Stadtbahnlinie 13 haben Mitglieder des Aktionskreises „Bunt statt Grau“ in Lastwagenreifen Beete angelegt. „Die Pflanzen sollen den eigentlich tristen Platz ansehnlicher gestalten, die Menschen zum Verweilen einladen und Insekten Blütenpflanzen anbieten“, sagt Marlene Blumenstock. Mit Mitstreitern hatte die Untertürkheimerin mit Charme und Beharrlichkeit vor fünf Jahren die farbenfrohe Idee bei der Stadtverwaltung durchgesetzt. Das Untertürkheimer Autohaus Krautter spendete die großen Reifen. Die Aktiven bemalten die schwarzen Reifen bunt, verteilten sie auf der Terrasse und bepflanzten sie. Seitdem gedeihen Stauden, Sommerblumen, mediterrane Gartenpflanzen, aber auch Beeren und Gemüsepflanzen auf dem sonnigen Verkehrsknotenpunkt – und Lavendel, Sonnenblumen und Mohn locken Bienen und Hummeln an. „Ganz bewusst haben wir in einigen Beeten auch Nutzpflanzen wie Paprika, Petersilie, Auberginen oder Kürbisse, aber auch Beerensträucher gepflanzt. Menschen, die sich hier ausruhen, können sich gerne an den Früchten bedienen“, sagt Blumenstock. Offenbar haben einige Mitbürger das Selbstbedienungsangebot aber missverstanden. „Aus vier oder fünf Beeten wurden die gesamten Pflanzen herausgerissen und offensichtlich mitgenommen“, bedauert die ehrenamtliche Gartengestalterin. In jenen Reifenbeeten, in denen einst Paprika und Auberginen reifen sollten, wächst seitdem fast kein Kraut mehr.

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